Montag, 25 Januar 2016 Vitaminmangel

Vitaminmangel

Wenn dem Körper dauerhaft zu wenig Vitamine zugeführt werden, können Mangelerscheinungen auftreten. Einige von ihnen stellen eine gesundheitliche Bedrohung dar. Deswegen ist es wichtig, den Speiseplan bunt zu gestalten und dabei vor allem auf frisches Obst und Gemüse zu setzen. Wer sich langfristig schlecht ernährt, wird die Folgen irgendwann zu spüren bekommen. Immerhin sind wir für unseren Körper verantwortlich. Er kann sich mit den meisten Stoffen nicht selber versorgen, braucht diese aber für reibungslose Abläufe und Prozesse. Dabei ist es nicht notwendig, ein Protokoll über die aufgenommenen Vitamine zu führen. Viel mehr ist die ausgewogene Ernährung der Schlüssel zum Erfolg. Entgegen vieler Annahmen ist es mit einem kleinen Basiswissen sehr einfach, gesund leben zu können. Wer sich gesund ernähren möchte, sollte auf eine ausreichende Vitaminversorgung achten.

Die Ursachen für Mangelerscheinungen sind vielfältig. Oftmals ist die Ernährung an den Symptomen beteiligt. Manchmal handelt es sich hingegen um Erkrankungen, bei denen die Nährstoffe nicht ausreichend, beispielsweise über den Darm, aufgenommen und stattdessen ausgeschieden werden.

1. Falsche Ernährung

Ein ungesunder Speiseplan kann dauerhaft nur zu Mangelerscheinungen führen. Das gilt ebenfalls für sehr strenge Diäten, wie Aktins. In der Low Carb Szene wird insbesondere Obst aufgrund seines erhöhten Anteils an Kohlenhydraten gerne liegen gelassen. Dabei enthält es viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Dementsprechend kann eine solche Ernährungsform dauerhaft zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Dasselbe gilt jedoch für jeden Lebensstil, bei dem Obst und Gemüse zu kurz kommen. Wer gesund abnehmen möchte, sollte nicht auf Obst und Gemüse verzichten, sondern an anderen Stellen sparen.

2. Nahrungszubereitung/ Lagerung

Durch die Zubereitung von Speisen können Vitamine zerstört werden. Das gilt zum Beispiel für langes Kochen auf hohen Temperaturen. Besser ist es, das Gemüse nur so lange wie notwendig zu kochen, sodass es noch knackig ist. Darüber hinaus hilft ein schonendes Auftauen dabei, Vitamine zu erhalten. Die Tiefkühlkost am Abend auf einem Teller im Kühlschrank zu lagern, spart Energie und wertvolle Vitamine. Weiterhin sollte Obst und Gemüse nur im Ausnahmefall geschält und stattdessen lieber abgewaschen werden. Beim Waschen gilt: Schnell und gründlich. Durch das Wässern verliert das Gemüse seine Inhaltsstoffe. Bei der Lagerung sind ebenfalls einige Dinge zu beachten. So gehören Kartoffeln beispielsweise an lichtgeschützte Orte.

3. Lichtmangel

Ein sehr wichtiges Vitamin ist das Vitamin D. Im Gegensatz zu den meisten anderen, wird dieses jedoch nicht über die Nahrung aufgenommen, sondern viel mehr über das Sonnenlicht. Wer selten an der frischen Luft ist, kann also an einem Vitamin D Mangel erkranken. Vermehrt betroffen sind Säuglinge, Kleinkinder und Senioren. Vor allem im Winter ist die Gefahr hierzulande erhöht. Immerhin kommt die Sonne in den kalten Monaten viel seltener zwischen den Wolken hervor.

4. Erhöhter Bedarf

Manchmal braucht unser Organismus mehr Vitamine. Unter bestimmten Umständen kann der Bedarf also steigen. Wird er nicht erfüllt, äußern sich unter Umständen Mangelerscheinungen. Zu diesen spezifischen Situationen gehören zum Beispiel Schwangerschaften, Stresssituationen, Tabakkonsum, Fieber oder Wachstumsphasen.

5. Hohes Alter

Mit fortschreitendem Alter sinkt der Grundumsatz an Energie. Deswegen wird häufig weniger gegessen. Dabei reduziert sich jedoch nicht der Bedarf an Vitaminen. Dementsprechend kann es bei einer falschen Ernährung sehr schnell zu Mangelerscheinungen kommen.

6. Verluste

Durch bestimmte Therapieformen werden durch einen erhöhten Verlust von Vitaminen begleitet. Dazu gehört zum Beispiel die Dialyse. Zu bedenken sind ebenfalls spezifische Medikamente, die eventuell in einer Wechselwirkung zueinander stehen.

7. Schlechte Resportion im Darm

Der Darm ist für die Aufnahme von Nährstoffen verantwortlich. Störungen können sich auf den Vitaminhaushalt auswirken. Diesbezüglich relevant sind chronische Durchfälle, entzündliche Darmerkrankungen oder die Verwendung von Antibiotika. Diese können nämlich unsere natürliche Darmflora maßgeblich beeinflussen und zerstören.

Mangelerscheinungen haben viele Ursachen. Bei ersten Anzeichen ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Fehlende Vitamine äußern sich häufig durch körperliche Anzeichen wie Müdigkeit, Erschöpfung, Schwäche, Haarausfall oder rissige Haut. In der Regel kann bereits ein Blutbild Auskunft über den gesundheitlichen Zustand des Patienten/ der Patientin geben. Um sich gesund zu ernähren, sind zumindest knappe Kenntnisse über die benötigten Vitamine wichtig. Welche Vitamine der Mensch braucht, soll im folgenden erläutert werden.

1. Vitamin A

Vitamin A wird für verschiedene Prozesse im Körper benötigt. Besonders wichtig ist es für unser Sehvermögen, insbesondere in Dunkelheit. Vitamin A ist nämlich eine Vorstufe der notwendigen Sehfarbstoffe und greift in die Differenzierung von Hell und Dunkel maßgeblich ein. Darüber hinaus spielt das Vitamin für unsere Haut und Schleimhaut eine Rolle, indem es am Wachstum beteiligt ist. Ein Vitamin-A-Mangel äußert sich überdurchschnittlich häufig bei jungen Frauen, älteren Menschen, Kindern und Frühgeborenen. Er führt zu einer vergrößerten Anfälligkeit für Infekte, einer verringerten Sehschärfe, Haarausfall, trockenen Haaren, Nägeln und Augen sowie einer Beeinträchtigung von Geruchs- und Tastsinn. Der Appetit ist manchmal geschwächt, weshalb auch eine Gewichtsabnahme nicht ausgeschlossen werden kann. Darüber hinaus erhöht ein Mangel an Vitamin A das Risiko für Krebserkrankungen, Fruchtbarkeitsstörungen und Nierensteinen.

2. Vitamin C

Vitamin C hat verschiedene Bedeutungen für unseren Körper. Es fängt zum Beispiel freie Radikale ab. Bei freien Radikalen handelt es sich um aggressive Sauerstoffverbindungen, die zu Erkrankungen wie Alzheimer führen können. Vitamin C reagiert mit diesen Verbindungen, sodass diese körpereigene Strukturen nicht verletzten können. Darüber hinaus unterstützt das Vitamin den Aufbau von Kollagen, es bildet verschiedene Hormone wie Dopamin und ist für die Synthese von Carnitin verantwortlich. Ein Mangel an Vitamin C ist hierzulande jedoch eher selten, weil die Substanz in sehr vielen Lebensmitteln von Natur aus steckt oder teilweise während der Herstellung hinzugefügt wird. Wird dennoch zu wenig Vitamin C aufgenommen, kann sich Skorbut entwickeln. Symptome sind Zahnfleischbluten, Muskelschwund, Gelenkentzündungen, hohes Fieber, Herzinsuffizienz, Bindegewebsschwäche und Wundheilungsstörungen. In unserer Geschichte war Skorbut vor allem im 16. bis 19. Jahrhundert unter Seefahrern bekannt, die nur an wenig Vitamin C gelangten.

3. Vitamin D

Vitamin D ist für unser Immunsystem wichtig. Es unterstützt die Abwehrzellen in ihrer Entwicklung. Ein schwaches Immunsystem bedeutet häufige Infekte. Darüber hinaus beeinflusst es den Calciumhaushalt sowie die Verwendung von Phosphat. Insgesamt wird Vitamin D für den Aufbau von Knochen benötigt. Deswegen kann ein Mangel insbesondere bei Kindern schwere Folgen haben, wie Rachitis. Bei Rachitis handelt es sich um eine Erkrankung, unter deren Einfluss sich die Knochen verbiegen. Bei Erwachsenen kommt es zu einer Verformung des Skelettes oder Knochenschwund. Den größten Anteil seines Bedarfs deckt unser Körper über die Sonneneinstrahlung. Deswegen ist es wichtig, sich ausreichend in der frischen Luft zu bewegen.

4. Vitamin E

Vitamin E kommt bei der Bildung von Zellen zum Einsatz. Es unterstützt das Immunsystem und gilt als Fänger freier Radikale. Darüber hinaus soll es einen natürlichen Schutz vor Ablagerungen innerhalb der Gefäße bieten. Zu wenig Vitamin E äußert sich durch Muskelschwäche, Konzentrationsstörungen und einer erhöhten Anfälligkeit für verschiedene Infekte.

5. Vitamin K

Unser Organismus verwendet Vitamin K für die Herstellung bestimmter Proteine des Blutes. Damit spielt das Vitamin eine Rolle in der Blutgerinnung. Weiterhin wird es für die Bildung von Knochen gebraucht. Ein Mangel ist nur sehr selten. Bahnt er sich an, kann er häufig auf eine falsche Ernährung, Alkoholmissbrauch oder auf bestimmte Medikamente zurückgeführt werden. Betroffene leiden wegen des Mangels unter häufigeren Blutungen und Blutverdickungen.

6. Vitamin B1

Vitamin B1 greift in den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel ein sowie in die Weiterleitung neuronaler Reize. Ein Mangel äußert sich durch eine verlangsamte Reaktionszeit. Unser Bedarf kann sich aufgrund starker körperlicher Bewegung erhöhen. Abgesehen von Vitamin B1 werden die restlichen B-Vitamine häufig zusammengefasst. Ihre Wirkung ähnelt sich teilweise stark. Vitamin B2 wird zum Beispiel für die Herstellung von Blut benötigt oder für den Eiweißstoffwechsel. Der Bedarf entfällt vor allem auf Organe wie Leber, Herz und Niere, die direkt im Stoffwechsel eingebunden sind. Eben diese Organe können ihre Tätigkeit nur noch eingeschränkt nachgehen, wenn wir zu wenig B2 konsumieren. Vitamin B6 spielt bei der Bildung von Nervensträngen eine Rolle sowie im Proteinstoffwechsel. Um rote Blutkörperchen zu produzieren, greift unser Organismus auf B12 zurück. Das Vitamin unterstützt zudem die Funktion von Nervenzellen. Ein Mangel kann zu schwerwiegenden Folgen führen. Entgegen vieler Vorurteile, kommt eine geringe Versorgung mit Vitamin B12 nicht ausschließlich bei Vegetariern/Vegetarierinnen und Veganern/Veganerinnen vor.

Maßnahmen

Wenn ein Vitamin-Mangel auftritt, muss dieser unbedingt behandelt werden. Ansonsten lassen sich weitere gesundheitliche Konsequenzen nicht ausschließen. Zunächst sollte ein Arzt aufgesucht werden, sobald der Verdacht einer unzureichenden Versorgung besteht. Ein mangelndes Vitamin macht sich in der Regel immer körperlich bemerkbar. Durch bestimmte Tests lässt es sich einwandfrei nachweisen. Wenn bereits ein Mangel vorliegt, wird dem Patienten/ der Patientin häufig zu Vitaminpräparaten geraten. Diese weisen eine höhere Dosierung der fehlenden Substanz auf und können die Beschwerden damit schneller verschwinden lassen. Solche Präparate existieren in unterschiedlichen Formen wie Lutsch- oder Brausetabletten. Bei einem Vitamin-B12-Mangel ist es unter Umständen notwendig, dem Körper das Vitamin durch Spritzen hinzuzufügen. Ein solches Verfahren wird auch häufig bei Menschen angewendet, die eine Funktionsstörung des Darms aufweisen und das Vitamin somit nicht über die Schleimhaut des Darms aufnehmen können.

Prävention

Am besten lassen sich Mängel durch eine ausgewogene Ernährung vorbeugen. Letztendlich finden sich alle notwendigen Stoffen in Obst und Gemüse sowie einigen anderen Lebensmitteln wieder. Wer keinen einseitigen Speiseplan hat, wird nicht in Gefahr laufen, bestimmte Vitamine zu vernachlässigen. Eine gute Orientierung bietet die Ernährung anhand von Farben. Der Farbton von Obst und Gemüse sagt nämlich bereits etwas über ihre Inhaltsstoffe aus. Je bunter die Teller aussehen, desto mehr verschiedene Vitamine und Mineralstoffe enthalten sie. Es ist also keine Voraussetzung, sich sehr tiefgehend mit Vitaminen zu beschäftigen, um einen Mangel zu vermeiden.

Vitaminzusatzstoffe

Eine gesunde Ernährung reicht in der Regel aus, um alle Vitamine aufzunehmen. Dementsprechend sind zusätzliche Stoffe nicht unbedingt sinnvoll. In einigen Situationen erhöht sich jedoch der Bedarf an bestimmten Substanzen. Dazu gehören zum Beispiel Schwangerschaften, Stress, Rauchen, Wechseljahre, intensiver Sport oder Wachstum. Wer in einer solchen Lage steckt, kann über Vitaminzusatzstoffe nachdenken. Die Dosierung von Vitaminpräparaten sollte nach der Packungsbeilage erfolgen. Um gesund leben und gesund abnehmen zu können, ist die Ernährung jedoch stets die wichtigste Komponente. Zusatzstoffe sind nicht dazu in der Lage, regelmäßige gesunde Mahlzeiten zu ersetzen. Wer sich gesund ernähren möchte, muss insbesondere Obst, Gemüse und ausreichend Vollkornprodukte im Blick behalten.

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