Donnerstag, 03 März 2016 Warum man Ernährungsstudien nicht trauen kann

Warum man Ernährungsstudien nicht trauen kann

Wer wünscht sich nicht, gesund zu leben und sich gesund zu ernähren? Und das scheint schwieriger denn je, denn wir haben verlernt, beim Essen auf unsere Intuition zu vertrauen. Wie in jedem Bereich des Lebens heutzutage möchten uns auch hier jede Menge Experten zeigen, wie gesund leben geht und sich gesund ernähren geht und was eine ausgewogene Ernährung ist. Verbraucher werden von der unüberschaubaren Vielfalt an Ernährungsstudien total verwirrt. Hier wird der Zucker verteufelt, da ist das Fett der Krankmacher schlechthin und Hauptverursacher für Übergewicht, wir sollen abends keine Kohlenhydrate mehr zu uns nehmen, weil Kohlenhydrate dick machen. Die einen empfehlen eine fett- und eiweißreiche Ernährungsform wie die Logi-Diät, die anderen eine kohlenhydratreiche Ernährung. Wieder andere sehen den Stein der Weisen in Rohkost. Aber wenn das alles stimmen würde, wozu dann immer neue Studien?

Ein Blick hinter die Kulissen

Macht Zucker wirklich dick und krank? Leiden immer mehr Menschen an Übergewicht, weil sie zu viel, zu fett und zu zuckerhaltig essen? Wenn wir gängigen Studien Glauben schenken, dürfen wir keine Weizenbrötchen und kein Weizenbrot mehr essen, tierisches Fett soll ungesund sein, wir sollen stattdessen lieber kaltgepresste Öle zu uns nehmen, Cholesterin gilt als das Übel schlechthin, so dass viele Verbraucher schon ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie ihr geliebtes Frühstücksei ab und zu genießen. Es scheint so, dass wir nichts mehr mit Genuss essen dürfen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Wurde Ernährung jahrhundertelang nach persönlichen Vorlieben und dem Nahrungsangebot gestaltet, so haben es sich Wissenschaftler zur Aufgabe gemacht, in unserer Nahrung ständig Krankmacher und Dickmacher aufzuspüren, ungeachtet dessen, dass es klare, stichhaltige Beweise für die unterschiedlichen Theorien und Studien nicht gibt.

Es gibt für alle Ernährungsbereiche Studien, weiß der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, aber daneben es gibt auch Studien, die das Gegenteil beweisen. Für die Verbraucher höchst verwirrend und Pollmer hält 80% dieser Studien schlichtweg für falsch. Ein Beispiel dafür ist die Wirkung von Kaffee auf die Gesundheit. Eine koreanische Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Kaffee gut für das Herz ist, das Zentrum für Gesundheit in Österreich hält Kaffee hingegen für ungesund und verweist auf entsprechende Studien. Wem soll man nun Glauben schenken? Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass viele Studien nicht primär wissenschaftlichen Zusammenhängen dienen, sondern wohl eher wirtschaftlichen Interessen. Das Zentrum für Gesundheit z. B., das Kaffee als ungesund ansieht, betreibt einen Webshop mit Tees. Wie neutral ist dann eine Studie noch? Die Medizin wusste schon immer, dass es einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Krankheiten gibt, gar keine Frage. Doch die Verteufelung bestimmter Lebensmittel und die Häufung von Ernährungsstudien ist neu, so dass man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass wirtschaftliche Interessen der Hauptgrund sind.

Warum viele Ernährungsstudien mit Vorsicht zu genießen sind

Neben den Interessen der Auftraggeber sollte man auch die Sprache der Studien genauer unter die Lupe nehmen. Häufig gelingt kein klarer Nachweis, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Genuss von Lebensmitteln und dem Auftreten bestimmter Krankheitsbilder und Übergewicht gibt. Letztendlich werden Studien immer zu einem bestimmten Zweck erstellt, um etwas Bestimmtes nachzuweisen. Folglich sind sie auch immer irgendwie einseitig, denn sie blenden andere Kriterien, die vielleicht auch eine Rolle spielen, aus, weil sie darauf ausgelegt sind, eine bestimmte These zu untermauern. Mit Vorsicht sind sie auch besonders dann zu betrachten, wenn Ernährungstipps kombiniert werden mit Kaufangeboten in einem Webshop. Auch gibt es die Allgemeingültigkeit, die Ernährungsstudien vergaukeln, nicht. Ein Beispiel dafür ist die Empfehlung, nicht zu viel Lamm- oder Rindfleisch zu essen wegen des Risikos von Herzerkrankungen. Doch dieser Zusammenhang lässt sich, so Ernährungswissenschaftler Uwe Knop, wissenschaftlich nicht nachweisen. Er sieht solche Studien kritisch und vergleicht sie mit dem Lesen in einer Glaskugel. Knop sieht die Lösung eher in einem ausgewogenen Verzehr vielfältiger Lebensmittel, die Menschen gerne essen.

Warum Ernährungsstudien wenig aussagekräftig sind

Es gibt Ernährungsempfehlungen und -studien wie Sand am Meer. Aber viele besitzen zu wenig Aussagekraft, als dass man sich nach ihnen richten sollte. US-Forscher nehmen jetzt stärker die Schwächen dieser Studien unter die Lupe und raten vom unkritischen Befolgen dieser Ernährungsregeln ab, weil es sich meistens um Beobachtungsstudien handelt und die Eignung solcher Beobachtungsstudien im Hinblick auf Prävention und therapeutische Empfehlungen eher fragwürdig sind. In der Praxis wird diesen Studien aber eine Allgemeingültigkeit unterstellt, die de facto nicht gegeben ist.

Die Studien sind aus verschiedenen Gründen kritisch zu hinterfragen. Sie können zwar nachweisen, dass bestimmte Konstellationen gehäuft auftreten können, aber daraus lässt sich nicht zwangsläufig ein Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung nachweisen. Wenn z. B. eine Studie nachweist, dass bei Frauen, die abends nichts essen, das Schlaganfallrisiko erhöht ist, kann daraus nicht automatisch abgeleitet werden, dass Abendbrot einen Schutz vor einem Schlaganfall bietet. Genau diese Umdeutung wird in der Praxis aber von Ernährungsstudien häufig vorgenommen und diese Entwicklung sehen die US-Forscher höchst kritisch. Darüber hinaus beschränken sich diese Studien meistens auf Beobachtungen, die aber nicht noch einmal überprüft werden.

Auch Prof. Rudolf Kaaks vom Deutschen Krebsforschungszentrum DKFR sieht diese Beobachtungsstudien kritisch und bestätigt die kritische Sicht der US-Forscher. Er entkräftigt die landläufige Meinung, dass der Verzehr von Obst und Gemüse vor Krebs schützt. Ein solcher Zusammenhang lässt sich wissenschaftlich in keiner Hinsicht nachweisen. Ein bessere Aussagekraft könnten klinische Langzeitstudien liefern, aber sie sind sehr zeit- und kostenintensiv. Bis es solche Erkenntnisse gibt, sollten Verbraucher bei angeblich allgemeingültigen Ernährungsempfehlungen Vorsicht walten lassen.

Auswege aus dem Dschungel der Ernährungsempfehlungen

Vielversprechendere Erkenntnisse sehen Mediziner in Pharmastudien, die Ernährungsaspekte in ihre Untersuchungen mit einbeziehen. So konnte eine Blutdruck-Studie, an der 26.000 Menschen teilnahmen, nachweisen, dass Salz keine schädliche Wirkung auf den Blutdruck hat und Eiweiß keine Niereninsuffizienz begünstigt. Vielmehr spielen gesunde Ernährungsmuster eine Rolle. Diese sollten nach neuesten Erkenntnissen stärker in den Blick genommen werden, statt Nahrungsbestandteile isoliert zu betrachten. Wer jahrelang auf Butter, Zucker und Kaffee verzichtet hat und den Empfehlungen gefolgt ist, mehr Gemüse zu essen, kann sich jetzt wieder dem Genuss widmen. Neuere Studien besagen, dass dieser Verzicht nicht notwendig ist. Eine Studie mit 600.000 Teilnehmern konnte nachweisen, dass tierisches Fett nicht schädlicher für Herz und Kreislauf ist als pflanzliches Fett.

Auch der weiße Haushaltszucker galt lange Zeit als Übeltäter für Gewicht und Stoffwechsel. Verschiedene Studien konnten aber nachweisen, dass der vermeintlich gesündere Fruchtzucker, der lange Zeit als Ersatz empfohlen wurde, den Blutzuckerspiegel genauso erhöht wie der Haushaltszucker. Alkohol soll dick machen, Rotwein aber gleichzeitig einen Schutz vor Herzinfarkt, Diabetes und Schlaganfall bieten. Es gibt solche Zusammenhänge nicht, beim Alkohol spielen das Maß und verschiedene andere Faktoren eine Rolle. Auch die Empfehlung, dass Ballaststoffe vor Darmkrebs schützen sollen, ist kritisch zu betrachten.

Der beste Ausweg aus dem Dschungel der sich zum großen Teil widersprechenden Ernährungsempfehlungen ist, wieder stärker auf den eigenen Bauch zu hören, so wie es vor der Zeit der Ernährungsempfehlungen der Fall war. Uwe Knop nennt das "kulinarische Körperintelligenz". Sich gesund ernähren, gesund leben und gesund abnehmen ist sehr individuell und nicht eine Frage des "Iss dieses und das nicht". Jeder Mensch hat andere Nahrungsvorlieben, die bei einer ausgewogenen Ernährung mit berücksichtigt werden müssen. Essen ist instinktgesteuert und keine Kopfsache. Für das Wohlbefinden ist es wichtig, Essen auch als Genuss zu erleben und nicht nur als Nahrungszufuhr. Laut Knop braucht ein Mensch, der ein gutes Gefühl für seinen Körper hat, keine Ernährungsempfehlungen. Vielmehr sollte man nur essen, wenn man Hunger hat, und dann das, was einem schmeckt und was man gut verträgt. Für eine ausgewogene Ernährung reicht es, abwechslungsreich zu essen.

Gerade, wer gesund abnehmen will, sollte auch wieder lernen, stärker auf seinen Körper zu hören. Die meisten Diäten haben den Nachteil, dass sie zu einseitig sind, und deshalb entweder nicht lange durchgehalten werden können oder zu einem ungesunden Jo-Jo-Effekt führen, wenn man nach der Diät wieder normal ist. Es gibt keine Ernährungsempfehlungen, die für alle Menschen passend sind, dafür sind Menschen zu unterschiedlich.

Montag, 04 Januar 2016 Powergemüse Grünkohl

Powergemüse Grünkohl

Grünkohl ist ein schon seit Jahrtausenden genutztes Gemüse. Bei den alten Römern war er sehr beliebt. In der Neuzeit geriet er dann etwas in Vergessenheit. Grünkohl, der in manchen Gegenden auch Braunkohl oder Krauskohl genannt wird, war in der neueren Vergangenheit ein nur regional geschätztes Gemüse, das mit fetter Hausmannskost in Zusammenhang gebracht wurde. Das hat sich radikal geändert. Mittlerweile hat man erkannt, dass Grünkohl ein sehr wertvolles Gemüse ist. Heute wird es von vielen Menschen weltweit, auch Prominenten, die gesund abnehmen wollen, als Powergemüse betrachtet.

Gesund leben mit Grünkohl

Eine ausgewogene Ernährung enthält immer auch reichlich Gemüse. Aber warum sollten Sie ausgerechnet Grünkohl essen? Grünkohl hat wenig Kalorien, enthält aber viel Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Dass traditionelle Grünkohlgerichte als Kalorienbomben gelten, liegt also nicht am Grünkohl, sondern an fetten Würstchen und Soßen, die dazu gereicht werden. Ganz im Gegenteil: Die Ballaststoffe, die im Grünkohl enthalten sind, sorgen für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl, während man nur wenige Kalorien zu sich genommen hat. Das ist wichtig für alle, die gesund abnehmen wollen. Aber darüber hinaus hilft Grünkohl beim gesund leben. Dies liegt an seinen vielen wertvollen Inhaltsstoffen, die Bionavigator hier etwas näher betrachtet.

Eiweiß

Das im Grünkohl enthaltene Eiweiß ist gerade für Vegetarier und Veganer sehr wertvoll, da sie ja kein tierisches Eiweiß zu sich nehmen.

Vitamine

Für alle ist der hohe Vitamin C Gehalt des Grünkohls gerade im Winter sehr wichtig. 100 g Grünkohl enthalten mehr als 100 mg Vitamin C, was die empfohlene Tagesdosis ist. Zum Vergleich: 100 g Orange enthalten nur 50 mg Vitamin C. Dieses Vitamin stärkt das Immunsystem, fängt freie Radikale ab, hilft bei der Bekämpfung von Entzündungen und erneuert das Collagen der Haut und führt so zu einem frischeren, jüngeren Aussehen. Außerdem ist Grünkohl reich an Vitamin E und Vitamin A. Vitamin E ist als Radikalenfänger wichtig und schützt die Zellen vor vorzeitiger Alterung. Vitamin A schützt Haut und Augen.

Kalzium

Darüber hinaus ist in Grünkohl sehr viel Kalzium enthalten. 100 g Grünkohl enthalten 230 mg Kalzium. Das ist doppelt so viel, wie in Vollmilch vorhanden ist. Kalzium ist für den Aufbau der Knochen und Zähne sowie die Herz- und Muskeltätigkeit wichtig.

Mangan

Mangan ist ein Spurenelement, das zur Synthese von Fettsäuren erforderlich ist. Diese werden zur Produktion von Geschlechtshormonen und für das Nervensystem benötigt. Mangan kurbelt auch die Umwandlung der Energie aus Kohlehydraten und Proteinen an. Damit ist Mangan ein Fettburner und hilft beim gesund abnehmen.

Kalium

Kalium ist ein Elektrolyt, der für die Gesundheit sehr wertvoll ist. Ein Kaliummangel begünstigt Bluthochdruck und damit Schlaganfälle und Herzinfarkte.

Indol-3-Carbinol

Indol-3-Carbinol ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der die Leber dazu veranlasst weniger von einem Transportstoff auszuschütten, der das schlechte Cholesterin (LDL) in Blutgefäße und Gewebe transportiert. Außerdem reduziert es Xenoöstrogen, das für das hartnäckige Baufett verantwortlich ist.

Organoschwefelverbindungen

Den im Grünkohl enthaltenen Organoschwefelverbindungen wird eine Wirkung gegen verschiedene Krebsarten nachgesagt. Durch den Genuss von Grünkohl sollen in der Leber Enzyme freigesetzt werden, die Tumore beispielsweise bei Brust-, Darm- oder Magenkrebs, angreifen. Diese Organoschwefelverbindungen sind hitzeempfindlich. Daher sollte der Grünkohl roh genossen werden, um in den Genuss dieser Stoffe zu kommen.

Fettverbrennung zur Gewichtsreduktion

Eine Reihe, der im Grünkohl enthaltenen Stoffe kurbelt die Fettverbrennung im Körper an. Vitamin C erhöht die Produktion von Noradrenalin, das aus den Fettzellen das Fett löst. Das Magnesium hilft bei der Fettverbrennung in den Muskeln. Die Ballaststoffe reduzieren das Hungergefühl.

Wie schmeckt Grünkohl?

Der Geschmack dieses Kohls ist eine Kombination aus herb-würzig und mild-süßlich. Am besten schmeckt der Grünkohl, wenn er nach dem ersten Frost geerntet wurde. Durch den Frost wird ein Teil der im Kohl enthaltenen Stärke in Zucker umgewandelt. Er schmeckt dann also süßlicher. Diese Umwandlung erfolgt auch beim Tieffrieren des Kohls.

Was man bei der Nutzung von Grünkohl beachten sollte:

Man kann Grünkohl frisch, als Konserve oder tiefgefroren kaufen. Frischen Grünkohl bekommt man von Ende September bis Februar. Beim Einkauf von frischem Grünkohl muss man darauf achten, dass die Blätter des Kohls nicht welk, sondern schön satt grün sind. Grünkohl muss gründlich mehrmals gewaschen werden, weil sich zwischen den krausen Blättern gerne Sand und Erde festsetzen. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich Grünkohl vier bis fünf Tage. Lässt man ihn länger liegen, verliert er einen Teil seines Vitamin C Gehaltes. Grünkohl lässt sich gut einfrieren.

Wie kann man Grünkohl nutzen?

Grünkohl kann als Gemüse gekocht oder als Suppe sowie als Eintopf zubereitet werden. Man kann ihn roh essen oder leicht gedünstet. Beliebt sind heute auch Smoothies aus Grünkohl. Oder wie wäre es mit Grünkohl-Chips? Auch in einen Salat kann Grünkohl integriert werden. Im Internet finden sich zahlreiche Rezepte sowohl für traditionelle als auch für moderne, leichte Grünkohlgerichte. So kann man sich mit Grünkohl abwechslungsreich und gesund ernähren. Bei frischem Grünkohl entfernt man eventuell vorhandene welke Blätter, wäscht die anderen Blätter sehr gründlich und lässt sie dann gut abtropfen. Alle harten Stiele werden entfernt und die Blätter anschließend in schmale Streifen geschnitten. Wollen Sie den Grünkohl einfrieren, sollten Sie ihn ein bis zwei Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. Auch bei tiefgefrorenem Grünkohl oder solchem aus der Dose sollte man die harten Stiele entfernen.

Ist Grünkohl für jeden gut?

Eine ausgewogene Ernährung ist natürlich für jeden gut. Leider hat der Grünkohl aber einige Inhaltsstoffe, die dazu führen, dass er für bestimmte Personen nicht so gut geeignet ist.

  • Das Vitamin K im Grünkohl erhöht die Blutgerinnungsfähigkeit. Wer Blutverdünner wie Makromar einnehmen muss, darf deshalb nicht zu viel oder zu oft Grünkohl essen. Es kann sonst zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen.
  • Grünkohl enthält relativ viel Purin. Das ist schlecht für alle, die unter Gicht leiden. Sie sollten daher besser nicht zu oft Grünkohl essen.
  • Die Oxalsäure im Grünkohl kann die Bildung von Nieren- und Gallensteinen begünstigen. Wer also eine Veranlagung zur Steinbildung hat, sollte besser auch Grünkohl verzichten.

Anbau des Grünkohls

In Deutschland wird Grünkohl kommerziell hauptsächlich in Niedersachsen, rund um Hamburg und im Gebiet um Braunschweig angebaut. Im Verkauf werden meist die folgenden Sorten angeboten:

  • Halbhoher, grüner Krauser: Er hat sattgrüne gekrauste Blätter und wächst mittelhoch.
  • Dwarf Blue Scotch: Diese Sorte hat blaugrüne, zartere, eher gelockte als gekrauste Blätter.
  • Dwarf Green Curled: Diese Variante hat dunkelgrüne, sehr stark gekrauste Blätter.
  • Roter Krauskohl: Dies ist eine Züchtung, die besonders viele Flavonoide und Carotinoide enthält. Die Blätter sind rotbraun und gekraust.
  • Winterbor: Diese schnellwachsende, winterharte Sorte hat dunkelgrüne oder blaugrüne, stark gekrauste Blätter.

Da Grünkohl im Gegensatz zu anderen Kohlarten in Bezug auf Boden und Düngung nicht sehr anspruchsvoll ist, kann man ihn gut im eigenen Garten anpflanzen. Das ist verlockend, für alle Gartenbesitzer, die sich gesund ernähren wollen und daher auf ungespritztes Gemüse Wert legen. Er ist sehr robust und ertragreich. Grünkohl kann fast das ganze Jahr über geerntet werden und muss daher nicht gelagert werden. Grünkohl wächst auch im Halbschatten. Er braucht keine Düngung und muss nur zweimal im Jahr behackt werden. Er sollte aber nicht in der Nähe von Lauch, Knoblauch oder Zwiebeln gepflanzt werden.

Grünkohl kann entweder in Sommer-Winter-Kultur oder in Herbst-Frühjahrs-Kultur gepflanzt werden. Für die Sommer-Winter-Kultur wird er zwischen Mitte Mai und Mitte Juni in ein Freiland-Anzuchtbeet ausgesät. Im Juli werden die Pflanzen auf einen Abstand von ca. 40 x 50 cm ausgepflanzt. Ab Mitte Oktober und durch den ganzen Winter hindurch kann man die Kohlblätter ernten. Besonders gut schmecken sie nach dem ersten Frost. Zur Ernte entfernt man die Blätter von unten. Besonders zart schmecken die kleinen Blätter. Im März kann man für einen zweiten Austrieb alle Blätter bis auf das Herzblatt abschneiden. Für die Herbst-Frühjahrs-Kultur sät man den Grünkohl im August aus und lässt ihn mit einem Witterungsschutz überwintern. Zeitig im Frühjahr wird er dann ausgepflanzt. Die Ernte kann schon nach einigen Wochen beginnen. Fängt Grünkohl an zu blühen, bricht man die Blüte aus.

Mittwoch, 23 September 2015 Alles rund um Tee

Alles rund um Tee

Tee gehört zu den liebsten Heißgetränken der Welt. Er stammt ursprünglich aus dem asiatischen Kulturkreis, besonders in China, Japan und Indien ist der Tee sogar ein ritueller Gegenstand. Klassischer Tee wird aus dem Blatt oder anderen Bestandteilen der Teepflanze gemacht, das unfermentiert, halb- oder ganz fermentiert mit Wasser aufgegossen wird. Daneben gibt es Kräuter-, Gewürz- und Früchtetees, die zwar keine Teeblätter enthalten, aber nach dem gleichen Prinzip zubereitet werden. Die Qualitätsspanne beim Tee reicht vom wenig hochwertigen, stark gezuckerten und verarbeiteten Industrieprodukt bis hin zu qualitativ hochwertigem Bio-Tee ohne jeglichen Zusatz mit etlichen gesundheitsfördernden Eigenschaften.

Die Geschichte des Tees

Fast jedes asiatische Land hat seine eigene Tee-Geschichte. Während in Indien beispielsweise eher Schwarzer Tee eine lange Historie aufweisen kann, sind es in Japan Grüner Tee und der daraus hergestellte Matcha, die den größten historischen Stellenwert haben. Seine Ursprünge hat die Teepflanze jedoch in China, bis 1823 waren sie in anderen Ländern nicht bekannt. Dann wurden in Indien wild wachsende, bislang nicht als solche erkannten Teepflanzen entdeckt, die bis heute als Assam auf dem Markt erhältlich sind. Dementsprechend stammen auch die meisten Techniken des Tee-Anbaus und der Zubereitung aus China. Da es sich bei diesen "Tee-Ländern" um Regionen handelte, die entweder kolonialisiert wurden oder sehr interessant für den Handel mit ausländischer Ware waren, fand der Tee schnell seinen Weg in die westlichen Länder.

Wie wird Tee angebaut?

Tee wird traditionell auf Teeplantagen angebaut. Inzwischen ist es zwar auch möglich, ihn hierzulande im Gewächshaus zu kultivieren, am besten gedeiht Tee jedoch in den asiatischen Ländern seiner Herkunft. Er wird dort meist in Monokulturen angebaut, anschließend von Hand gepflückt und je nach Herstellungsweise gar nicht, teilweise oder gänzlich fermentiert. Andere Formen wie der Rooibos-Tee sind sogar nur in wenigen Regionen Südafrikas überlebensfähig. Sie werden ähnlich wie der "echte" Tee händisch gepflückt und ganz oder gar nicht fermentiert auf den Markt gebracht. Etwas leichter ist es dagegen bei Kräuter- und Früchtetee. Viele Zutaten sind bei uns heimisch und lassen sich daher ohne größeren Aufwand kultivieren. Diese Anbaubedingungen legen jedoch bereits nahe, wie wichtig es ist, gerade beim Tee auf Bio-Qualität zu achten, zumal er Schadstoffe wie Schädlingsbekämpfungsmittel schnell in großen Mengen aufnehmen kann und eine Tee-Monokultur eine Belastung für die natürlich artenreiche Flora und Fauna in den asiatischen Ländern darstellt.

Tee-Arten: Schwarzer Tee

Eine der ältesten Arten des Tees ist Schwarzer Tee. Es handelt sich dabei um Teeblätter aus verschiedenen Regionen, etwa der indischen Assam- oder Ceylon-Region. Sehr häufig ist Schwarzer Tee auch in China anzutreffen. Es handelt sich dabei um fermentierte Teeblätter, die als loser Tee in stark zusammengerollter Form verkauft werden. Sie sind fast ganz schwarz und die Tassenfarbe rangiert ebenfalls von mittleren bis hin zu tief dunklen Brauntönen, sodass der Name nur naheliegend ist. Schwarztees enthalten viel Teein und machen fast genauso wach wie Kaffee. Zu den bekanntesten Sorten gehören Ceylon- und Assam-Tee, aber auch Orange Pekoe und Darjeeling. Beim Aufkochen sollten die Blätter des Schwarzen Tees nur wenige Minuten im Tee bleiben, andernfalls kann das den Geschmack negativ verändern. Traditionell wird Schwarztee mit Milch, Zitrone oder Zucker getrunken - beim Zucker sollte man jedoch aufpassen, wenn man abnehmen möchte. Auch die immer beliebter werdenden aromatisierten Schwarztees können Zucker enthalten.

Tee-Arten: Oolong-Tee

Beim Oolong-Tee handelt es sich um eine chinesische Variante des Schwarzen Tees, die Teeblätter fermentieren nur halb so lang. Seinen Namen hat der Oolong-Tee von der Legende eines chinesischen Teebauern, der bei der Fermentierung seiner Teeblätter von einer schwarzen Schlange so erschreckt wurde, dass er die Flucht nach halb getaner Arbeit ergriff. Als er später den halb fermentierten Tee probierte, schmeckte ihm dieser - und der Oolong-Tee war geboren. Anders als Schwarzer Tee hat Oolong einen leicht blumigen oder nussig-würzigen Geschmack. Seine Tassenfarbe ist viel heller und reicht von gelben bis mittelbraunen Tönen. Gerne wird auch Oolong-Tee aromatisiert getrunken.

Tee-Arten: Grüner Tee

Als besonders interessant für Gesundheitsbewusste gilt Grüner Tee. Dieser hat vornehmlich in Japan eine lange Tradition, wo zu den besten Grünee-Varianten der Sencha gehört. Grüner Tee wird gar nicht fermentiert, die Blätter werden lediglich leicht angetrocknet verwendet. Er enthält viele wertvolle Antioxidanzien und wird immer wieder als gesunder Tee für Menschen empfohlen, die gern etwas abnehmen wollen. Das liegt womöglich auch daran, dass Grüner Tee eher pur als aromatisiert und ohne jeden Zusatz getrunken wird. Grüner Tee wird je nach Art wenige Minuten im Wasser belassen und das Wasser sollte auch nicht kochend heiß sein, andernfalls setzen die Teeblätter unangenehme Bitterstoffe frei. Weiterhin sollte Grüner Tee nicht länger als empfohlen im Aufguss verbleiben, da sich sonst der Geschmack ebenfalls ins Bittere wandelt. Die Tassenfarbe ist grünlich-gelb. Eine Unterart ist der Matcha, der sehr hohe Konzentrationen an Teein, aber auch an Antioxidanzien enthält. Es handelt sich um eine Art pulverisiertes Teeblatt, das zeremoniell mit Wasser vermischt und schaumig verrührt wird. Die Zubereitung gehört zur japanischen Tee-Zeremonie und ist bereits anspruchsvoller.

Tee-Arten: Weißer Tee

Weißer Tee wird aus sehr jungen, unfermentierten Teeblättern hochwertigster Spitzen-Tees hergestellt. Es handelt sich daher bei Weißem Tee um ein sehr wertiges Produkt. Seinen Namen hat es daher, dass die jungen Teeblätter an der Unterseite weiße Härchen tragen. Weißer Tee ist in der Tassenfarbe sehr hell, Gelbtöne bis hinein ins Weißliche machen ihn aus. Diese Tee-Art trägt viel Polyphenol in sich, dieser antioxidativen Substanz verdankt sie ihren gesunden Ruf. In der chinesischen Tradition wird Weißem Tee auch eine blutdrucksenkende Wirkung nachgesagt. Weißer Tee wird ebenso wie Grüntee ohne jeden Zusatz pur getrunken, weshalb er auch nach der Zubereitung gesundheitsfördernd bleibt.

Tee-Arten: Kräuter- und Früchtetees

Zum "echten" Tee gehören nur die Tee-Varianten, die tatsächlich mit Teeblättern zubereitet werden. Abwandlungen davon sind Kräuter- und Früchtetees aus getrockneten Früchten und Kräutern. Auch diese Tees können sehr gesund sein, denn sie geben die Inhaltsstoffe von Kräutern und Früchten direkt an den Aufguss weiter. Allerdings sind sie häufig auch gezuckert oder werden nachträglich gesüßt - und dass kann das Abnehmen erschweren. Beim Früchtetee ist zudem zu beachten, dass die Fruchtstücke Fructose enthalten, der vom Körper ebenfalls als Zucker erkannt wird.

Tee-Arten: Rooibos-Tee

Der Rooibos-Tee ist streng genommen ein Kräutertee, genießt jedoch einen besonderen Stellenwert. Der Rotbusch ist eine in Südafrika heimische Art, die auch nur dort gedeiht. Rooibos-Tee verlangsamt den natürlichen Alterungsprozess, kann Sonnenbrände sichtlich reduzieren, liefert wertvolle Spurenelemente wie Calcium, Magnesium und Zink und dient daher als gutes Sportlergetränk. Optimal eignet er sich auch für Abnehmwillige, die für Fitness-Übungen das richtige Erfrischungsgetränk suchen. Rooibos verbleibt länger im Tee-Aufguss, enthält dafür jedoch kein Teein und kann somit auch abends getrunken werden. In seiner Reinform wird Rooibos-Tee selten genossen, meist wird er mit Fruchtstücken oder Blüten aromatisiert. Sofern diese nicht unnötig gezuckert sind, spricht nichts dagegen. Traditionell wird Rooibos fermentiert, eine unfermentierte Variante ist der Grüne Rooibos. Dessen Geschmack wird als frischer beschrieben.

Teezubereitung

Wie wird Tee richtig zubereitet?

Die Tee-Zubereitung hängt sehr von der Art des Tees ab. Bei Teeblättern muss man sich genau an die Anweisung halten, die Blätter dürfen nicht sehr viel länger im Aufguss verbleiben. Auch sollte das Teewasser niemals kochen, sondern maximal kurz vor dem Siedepunkt sein. Schwarztee ist noch recht robust, Grüntee jedoch kann durch zu heißes Wasser Bitterstoffe freigeben. Wer sehr kalkhaltiges Leitungswasser hat, sollte es vorher filtern, der Tee wird viel aromatischer schmecken. Bei Kräuter- und Früchtetees ist es nicht mehr so schlimm, wenn der Teebeutel vergessen wird, da sie meist keine Bitterstoffe wie das Teeblatt enthalten. Obwohl Tee eigentlich heiß getrunken wird, lässt sich aus vielen Teearten auch Eistee herstellen. Dazu wird der fertige Tee einfach in den Kühlschrank gestellt.

 

Tee-Zusätze: was tut gut, was macht dick?

Ähnlich wie bei vielen anderen Getränken sind es die Zusätze, die Tee fürs Abnehmen prädestinieren - oder ihn zum Hemmer machen. Mögliche Zusätze für Tee sind:

  • Milch oder Milchersatzprodukte
  • Zucker
  • künstliche oder natürliche Süßstoffe
  • Zitronensaft

Schwarztee wird gern mit Milch getrunken, Rooibostee darf sie verwenden, Früchte- und Kräutertee brauchen sie nicht, in Grünem Tee darf sie gar nicht enthalten sein. Da es sich immer nur um einen kleinen Schuss handelt, ist sie nicht weiter problematisch. Zucker dagegen wird gerne löffelweise hinzu gegeben, was jedoch fürs Abnehmen alles andere als förderlich ist. Dass künstliche Süßstoffe vom Körper nicht einmal als Nährstoff erkannt und deswegen direkt in einer dafür neu geschaffenen Fettzelle eingelagert werden, ist inzwischen weithin bekannt. Besser wären Alternativen wie Stevia, die sich gut in jedem Tee auflösen. Honig oder Agaven-Dicksaft können sich bei Früchtetee eignen, die gut mit schwerer Süße harmonieren, bei Schwarz- oder Grüntee wirken sie dagegen zu dominant. Insbesondere in Schwarzem Tee verhilft ein winziger Schuss Zitronensaft zu einem angenehmen Geschmack. Dieser ist aufgrund des hohen Vitamin C-Gehalts sogar noch förderlich für die Gesundheit und stärkt das Immunsystem, was die Fitness beim Abnehmen vereinfachen und unterstützen kann.

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