Montag, 31 August 2015 Was steht eigentlich hinter der Zitronendiät?

Was steht eigentlich hinter der Zitronendiät?

Was steht eigentlich hinter der Zitronendiät?

Die Zitronendiät und was dahinter steckt

Die Zitronendiät kommt, wie viele andere Diäten auch, direkt aus Amerika nach Deutschland. Dort schwören Prominente wie Demi Moore oder Beyoncé Knowles auf diese Diät, mit der sich binnen kurzer Zeit das Gewicht erfolgreich reduzieren lässt. Bei Anwendung der Zitronendiät als einwöchige Fastenkur soll es sogar möglich sein, die Hose anschließend eine ganze Größe kleiner zu tragen.
Die Zitronendiät ist nicht neu. Die erste Erwähnung fand diese Diätform bereits in den Vierziger Jahren des vergangenen Jahrtausends. In seinem Buch empfahl der nicht unumstrittene Stanley Borroughs, diese Diät als eine Form der Entgiftung zu nutzen. Inzwischen ist die Zitronendiät als Methode bekannt, mit der sich schnell viel Gewicht abbauen lässt. Außerdem entgiftet die Diät mit den Zitronen und lässt die Haut erstrahlen.
Wir vom Portal BioNavigator wollen die Gelegenheit nutzen, die Zitronendiät in ihren verschiedenen Varianten mit allen Vorzügen und Nachteilen vorzustellen.
Die Zitronendiät gibt es in drei unterschiedlichen Varianten. Damit können alle, die sich in Zukunft gesund ernähren und dabei auch gesund leben wollen, selbst entscheiden, welche Variante sie für sich nutzen. Die reine Fastenkur hat natürlich nichts mit ausgewogener Ernährung zu tun, kann aber Sinn machen, wenn anschließend die Ernährung umgestellt werden soll.
Variante 1
Jeden Tag wird der Saft von bis zu acht Zitronen verdünnt mit Wasser, gewürzt mit Cayennepfeffer und verfeinert mit etwas Ahornsirup getrunken.
Zutaten für den Zitronensaft pro Portion 300 ml

  • Frisch gepresster Zitronensaft (zwei Esslöffel)
  • Bio-Ahornsirup (zwei Esslöffel)
  • Cayenne Pfeffer oder alternativ Zimt (eine Prise)
  • 300 ml Wasser

Eigentlich ist diese Variante keine Diät – eher eine Zitronensaftkur. Mit ihr lässt sich in kurzer Zeit viel Gewicht verlieren. Bei dieser Variante darf nur Zitronensaft mit Wasser verdünnt und gewürzt getrunken werden. Zitronensaft wirkt auf den Stoffwechsel anregend. Durch den Verzicht auf feste Nahrung jeglicher Art während der Kur kann es jedoch je nach Empfindlichkeit zu Magen- oder Darmproblemen kommen. Diese harte Form der Diät, die nie länger als sieben Tage dauern sollte, ist mit entsprechender Vorsicht anzuwenden.
Variante 2
Die zweite Variante ist eine leichte Abwandlung, mit der sich das Gewicht auch nur ein wenig reduzieren lässt. Dabei ist man eigentlich wie immer (eine ausgewogene Ernährung natürlich) und trinkt tagsüber Zitronensaft. Der Verdauungsprozess wird so angeregt, der Körper verwertet die Nahrung besser. Besonders hilfreich ist ein Glas warmer Zitronensaft gleich nach dem Aufstehen.
Variante 3
Ist eine moderate Variante der Zitronendiät mit ausgewogener Ernährung nach einem flexiblen Ernährungsplan mit sogenannten "Motto-Tagen". Diese Variante ist mindestens eine Woche durchzuhalten. Sie verspricht bei eiserner Disziplin eine sichtbare Gewichtsreduktion. Während der Diät sind täglich fünf Mahlzeiten vorgesehen. Wer auf Rezepte setzt, die wenig Kohlenhydrate haben, verliert dabei noch mehr Körpergewicht.
Regeln für diese Variante

  • Viel trinken (vorzugsweise Wasser und Zitronensaft)
  • Obst und Gemüse mit hohem Gehalt an Vitamin C verzehren
  • Eiweißreiche Kost bevorzugen
  • Den Fettanteil in der Nahrung möglichst nicht reduzieren
  • Süßigkeiten jeder Art sind tabu

Warum eigentlich ausgerechnet Zitronen?

Die Zitrusfrucht hat zahlreiche Vorteile. Die Säure des Saftes beugt Heißhungerattacken während der Diät vor und trägt außerdem zur Entgiftung und Entschlackung des Körpers bei. Zitronen enthalten viele Antioxidantien, die für eine schöne Haut wichtig sind. Das Vitamin C in hoher Dosierung kurbelt zudem die Verbrennung von Fett an. Allerdings existieren keine wissenschaftlichen Studien, die diese Theorien praktisch beweisen.
Ahornsirup und Cayennepfeffer sind wichtig, weil der Sirup notwendige Kalorien (Energie) liefert und der Pfeffer wegen seiner Schärfe den Stoffwechsel auf Trab bringt. Das im Cayennepfeffer enthaltene Capsaicin soll den Fettstoffwechsel positiv beeinflussen und für das Gleichgewicht des Blutzuckerspiegels sorgen. Die Frage, ob die Menge Cayennepfeffer, die hier zum Würzen des Zitronensaftes Verwendung findet, ausreichend ist, um den Fettstoffwechsel anzuregen, bleibt offen. Wir denken, eher nicht.

Die Zitronendiät mit ihren Vor- und Nachteilen

Wer diese Diät im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung in der ersten Variante eine Woche durchhält, kann durchaus in dieser kurzen Zeit einiges an Gewicht verlieren. Allerdings ist nach so einer Crash-Diät der Jojo-Effekt nicht auszuschließen. Die auf diese Art verlorenen Pfunde können, wenn anschließend keine Ernährungsumstellung erfolgt, sehr schnell wieder auf den Hüften sein. Oft ist es dann am Ende mehr Gewicht als vor der Diät.
Ganz wichtig ist, die Diät nie länger als sieben Tage durchzuführen. Die Zitronensäure in dieser Konzentration und Menge kann auch Schäden anrichten. Zu viel Zitronensaft kann zu Magenproblemen oder Krämpfen führen und für ein taubes Gefühl im Mund sorgen.

Faktoren, die den Erfolg der Zitronendiät beeinflussen

Ob und wie viel mit der Zitronendiät abgenommen werden kann, ist von Person zu Person ganz unterschiedlich. Eine wesentliche Rolle spielt der Anteil an Körperfett, der normale tägliche Nährwertbedarf, der Lebensstil und eventuell bestehende Krankheiten.
Deswegen fallen die Ergebnisse beim Gewichtsverlust auch ganz unterschiedlich aus. Wer viele Fettpolster hat, also eher stark übergewichtig ist, wird mehr abnehmen als Personen, die eigentlich normalgewichtig ist, aber zwei Kilo abnehmen möchte, damit die Hose nicht kneift oder die Strandfigur perfekt ist.
Die in der Werbung gelegentlich versprochenen zehn Kilo Gewichtsverlust in nur einer Woche sind jedoch vollkommen unrealistisch. Um ein Kilo Körperfett zu verlieren, müssen ganze 7.000 Kalorien eingespart werden. In einer Woche 70.000 Kalorien zu sparen, um so zehn Kilo Gewicht zu verlieren, ist rein rechnerisch nicht möglich.

Zusammenfassung

Richtig ist, Zitronen sind gesund, weil sie viel Vitamin C enthalten. Allerdings nicht in Mengen, sondern in Maßen. Wer sich für eine Zitronendiät entscheidet, sollte deswegen nicht die Crash Diät machen, bei der es nur Zitronensaft gibt. Wenn, dann empfehlen wir die Variante, bei der die Zitronen zusammen mit einem Ernährungsplan Anwendung finden. Das könnte der Einstieg in eine ausgewogene Ernährung sein.
Die gesündeste und am ehesten Erfolg versprechende Variante der Zitronendiät ist die mit dem Ernährungsplan.
Zitronen enthalten zwar viel Vitamin C, aber kaum andere Vitamine und Mineralstoffe, sodass Mangelerscheinungen eigentlich vorprogrammiert sind, wenn die Anwendung über einen längeren Zeitraum erfolgt.
Besser ist, langfristig die Ernährung umzustellen. Gesund leben und sich bewusst gesund ernähren sind der Weg zum Erfolg. Dabei ist auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Der Gewichtsverlust kommt dann von allein. Auf unserem Portal BioNavigator gibt es die notwendigen Hilfestellungen.

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