Dienstag, 06 Oktober 2015 Transfette – eine nicht zu unterschätzende Gefahr für den Körper © Printemps - Fotolia

Transfette – eine nicht zu unterschätzende Gefahr für den Körper

1. Was sind Transfette?

Viele Menschen, die abnehmen möchten, versuchen zunächst einmal Fette gänzlich zu vermeiden. Allerdings ist Fett nicht gleich Fett. Es gibt viele verschiedene Fette, die unterschiedlich auf den Körper wirken. Manche sollten vermieden werden, während andere dazu beitragen, dass der Körper richtig arbeiten kann. Transfette sind unter anderem dafür verantwortlich, dass sich das Fett am Bauch anlagert.

Transfette gehören zu den ungesättigten Fettsäuren und es handelt sich dabei um gehärtetes pflanzliches Öl. Die Fettsäuren werden mit Hilfe eines industriellen Verfahrens gehärtet, sodass das flüssige Pflanzenfett eine feste Form annimmt. Dadurch ist es länger haltbar und erhält eine optimale Streichfähigkeit, sodass man es in der Küche für viele Zubereitungsarten verwenden kann. Außerdem ist es im Gegensatz zu Schmalz oder Butter sehr billig in der Herstellung und kostet dementsprechend viel weniger im Einkauf.

Das Härten der Pflanzenfette, auch Hydrierung genannt, wurde vor etwa 100 Jahren von dem deutschen Chemiker Wilhelm Normann erfunden und sollte einen Durchbruch in der Lebensmittelindustrie darstellen. Vor allem die längere Haltbarkeit stand im Vordergrund, sodass vor allem Restaurants und Imbissbuden von dieser Erfindung profitieren sollten. Schon bald darauf konnte man das gehärtete Fett in allen Ladenregalen vorfinden. Zudem wurde erzählt, dass diese Fette eine gesunde Alternative zu dem in der Regel verwendeten Schmalz sein sollten. Gerade die Margarine feierte zu dieser Zeit ihren großen Auftritt.

Zu Beginn war jedoch sowohl den Forschern als auch den Verbrauchern nicht klar, welche Gefahren sich hinter dieser neuen Erfindung versteckten.

2. Welche Gefahren verbergen sich hinter Transfetten?

Bereits zu Beginn der 1980er Jahre gab es in der Ernährungswissenschaft einige Forscher, die in den gehärteten Fettsäuren eine Gefahr für den Körper erkannten. Seit diesem Zeitpunkt wurden stetig Tests und Studien durchgeführt, welche nachwiesen, dass diese chemisch produzierten Fettsäuren ungesund für den Körper sind und im Zusammenhang mit einer Vielzahl von Krankheiten stehen. Allerdings wurden die gesamten Ergebnisse bis vor einigen Jahren im Keim erstickt, um den Verkauf weiter zu garantieren.

Die Stoffe, die gefährlich für den Körper sind, entfalten sich beim Erhitzen der Fettsäuren. Durch die Verarbeitung ändert sich die Molekülstruktur der pflanzlichen Öle zu Transfetten.

Zum einen erhöhen die Transfette das schlechte Cholesterin, also das LDL Cholesterin, im Blut. Gleichzeitig vermindert es das gute Cholesterin, das HDL Cholesterin. Wenn mehr schlechtes Cholesterin im Blut ist, häuft sich die Gefahr am Herzen zu erkranken. So treten im Zusammenhang mit den ungesättigten Fettsäuren mehr Herzinfarkte und Schlaganfälle auf. Schon 5 Gramm täglich reichen aus, um das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen, um 25% zu erhöhen.

Durch die Bildung von Fett-Eiweiß-Verbindungen entsteht zusätzlich vermehrt Arteriosklerose. Dadurch entstehen Ablagerungen der Fette in den Gefäßen. Die Ablagerungen können wiederum zu Durchblutungsstörungen in den Beinen, dem Herzen oder verschiedenen Bauchgefäßen führen.

Verschiedene Studien haben zudem herausgefunden, dass neben starkem Übergewicht auch Diabetes, Morbus Crohn und Alzheimer im Zusammenhang mit gehärteten Fettsäuren auftreten können.

3. Welche Nahrungsmittel enthalten Transfette?

Trotz dieser hohen Gefahren, versteckten sich die Fettsäuren in vielen verschiedenen Lebensmitteln. Dazu gehören Chips, Pommes, alle frittierten Lebensmittel, Blätterteig, Fertigsuppen, Berliner, Plätzchen, Cracker und vieles mehr.

Gerade auch alle Produkte, die als Butter-Ersatz verkauft werden, sind besonders gefährlich und bestehen meist aus diesen gesundheitsschädlichen Fettsäuren. Dazu zählen vor allem Margarine und andere feste Backfette.

Auch in Kindernahrung ist ein besonders hoher Anteil an Transfetten festgestellt worden. Obwohl der Grenzwert bei Erwachsenen bei etwa 5 Gramm pro Tag liegt, nehmen Kinder in der Regel in etwa 6 Gramm des Problemfetts zu sich. Dies ergaben mehrere Untersuchungen in Österreich. Jugendliche nehmen durch den Fast-Food-Konsum sogar bis zu 20 Gramm Transfettanteile pro Essen zu sich.

Aufgrund der vielzähligen Gefahren sollten Transfette gänzlich vermieden werden. Unser Körper kann mit diesen chemisch erstellten Fettsäuren nicht umgehen und kann sie dementsprechend nicht abbauen oder verbrennen. Es ist jedoch alles andere als leicht zu erkennen, in welchen Produkten Transfette enthalten sind und in welchen nicht, da es in Deutschland keine Kennzeichnungspflicht gibt. Einziger Anhaltspunkt ist der Vermerk „teilweise gehärtet“, sodass Sie davon ausgehen können, dass das Produkt Transfette beinhaltet.

Um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten, sollten Transfette also vermieden werden. Insbesondere Menschen, die sich fragen, wie sie abnehmen können, sollten vollständig auf Fast-Food verzichten und lieber selbst den Kochlöffel schwingen. Zum Backen und Braten sollte nicht gehärtetes Kokos- oder Palmöl verwendet werden. Aber auch einfach ungesättigte Fettsäuren wie beispielsweise Olivenöl werden vom Körper benötigt und tragen zur Herzgesundheit bei.

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4. Wie geht die Lebensmittelindustrie mit dieser Gefahr um?

Im Jahre 2006 haben die Behörden in den USA nach umfassenden Studien ein Verbot von Transfettsäuren per Gesetz erlassen. So sollte kurz darauf der Anteil an Transfettsäuren in den Speisen drastisch vermindert werden. Seit diesem Zeitpunkt müssen zudem alle Hersteller auf die Verpackung ihrer Produkte schreiben, ob Transfette in diesem enthalten sind. In vielen Imbissbuden und Restaurants wurden die schädlichen Öle gegen gesunde Öle ausgetauscht. So wird inzwischen meist Sonnenblumenöl oder Sesamöl verwendet, obwohl diese erheblich kostspieliger sind.

Aber auch in anderen Ländern hat man die Gefahr, die von den gehärteten Fettsäuren ausgeht, erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Dänemark ist hier als Vorreiter zu nennen, da dort schon Jahre zuvor Einschränkungen erlassen wurden, sodass Nahrungsmittel nur noch höchstens 2% Anteil an Transfetten enthalten dürfen. In der Gastronomie hat man das Problem sogar so ernst genommen, dass so gut wie keine Transfette mehr in den entsprechenden Lebensmitteln vorhanden sind.

Erst durch diese öffentliche Kritik hat sich etwas in der Lebensmittelindustrie verändert. Allerdings gibt es in Deutschland keinerlei dieser Vorschriften, sodass es keine Einschränkungen in der Verwendung von Transfetten gibt und diese auch nicht auf den Produkten angegeben werden müssen. Lediglich Produkte, die der Diät-Verordnung ausgesetzt sind, müssen angeben, ob und wie viele Transfette enthalten sind. Da in Deutschland die Höchstwerte für den Anteil an Transfetten im Durchschnitt nicht erreicht werden, sind entsprechende Gesetzte für eine Reduzierung dieser ungesättigten Fettsäuren bislang nicht geplant.

5. Künstliche Transfette vs. natürliche Transfette

Natürliche Transfette befinden sich hingegen im Pansen der Wiederkäuer und sind somit in Produkten wie Quark, Käse oder Fleisch enthalten. Diese natürlichen Transfette wirken sich nicht negativ auf den Körper aus und tragen vermutlich sogar zu einem besseren Stoffwechsel bei. Eine in den Milcherzeugnissen enthaltene Säure wandelt der menschliche Organismus in Linolsäure um, sodass eine schützende Wirkung zur Abwehr von Krebs oder Diabetes erzeugt und das Immunsystem gestärkt wird.

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