Donnerstag, 22 Oktober 2015 Die gesunde Powerfrucht - der Apfel

Die gesunde Powerfrucht - der Apfel

Mit seinen verführerisch roten Backen ist er der Deutschen liebstes Obst: In der Beliebtheitsskala rangiert der Apfel noch vor Steinobst wie Kirschen oder Südfrüchten wie Bananen und Orangen. 17 Kilogramm der süßen Frucht verzehrt jeder Deutsche durchschnittlich pro Jahr. Doch nur etwa die Hälfte davon stammt aus einheimischer Zucht, der Rest wird aus Ländern wie Italien oder Südafrika importiert. Im Lateinischen heißt der Apfel übrigens "Malus", was "schlecht" oder "böse" bedeutet. Denn mit seiner Verführungskunst soll er dazu beigetragen haben, die Menschheit aus dem Paradies zu vertreiben. Kein Wunder, dass Eva der süßen Verlockung nicht widerstehen konnte - schließlich ist der Apfel nicht nur lecker, sondern auch überaus gesund. Wir von BioNavigator meinen: Es ist keineswegs eine Sünde, bei Äpfeln beherzt zuzugreifen, sondern im Gegenteil für eine ausgewogene Ernährung sehr empfehlenswert.

Wie der Apfel nach Europa kam

Ursprünglich stammt der Apfel aus Mittel- und Westasien, im Gebiet des heutigen Kasachstan war er schon vor mehr als 10.000 Jahren verbreitet. Allerdings haben die Menschen damals noch in den sauren Apfel gebissen: Die Frucht war klein, hatte viele Kerne und enthielt wenig Fruchtzucker. Das änderte sich, als der Apfel über die alten Handelsstraßen nach Europa kam und von den Römern und Griechen kultiviert wurde. Durch Züchtung und Kreuzungen entstand der süße Apfel, wie wir ihn heute kennen. Bald schon galt die Frucht als Aphrodisiakum - in der Hochzeitsnacht teilten sich die Brautleute einen Apfel.

In Mitteleuropa beschränkte sich der Anbau zunächst auf Klostergärten, erst im 18. Jahrhundert verbreitete sich der Apfel zunehmend in der Landwirtschaft. Es entstanden die urtümlichen Streuobstwiesen, wo sich verschiedene Sorten miteinander kreuzen konnten. Auf diese Weise bildete sich eine große Sortenvielfalt, und der Apfel gewann für die einheimische Bevölkerung große Bedeutung.

Apfelsorten: Unbekannte Vielfalt

Rund 20.000 Apfelsorten gibt es weltweit. In den Supermarktregalen findet sich allerdings nur eine Minderheit davon wieder: Gängige Sorten wie Golden Delicious, Jonagold oder Granny Smith machen den überwiegenden Teil des Angebots auf dem Apfelmarkt aus. Es hat ökonomische Gründe, warum im gewerblichen Obstbau nur so wenige Apfelsorten kultiviert werden. Ab den 1950er-Jahren wurden die alten Streuobstwiesen immer häufiger durch ertragreiche Obstplantagen ersetzt. Für diese Plantagen wurden spezielle Sorten gezüchtet, die möglichst viele und einheitlich große Früchte tragen, aber auch leicht zu ernten sind. Der Nachteil der Industrialisierung ist, dass mit den alten Apfelsorten auch eine große Geschmacksvielfalt verloren ging.

Dabei überzeugen viele alte und wenig bekannte Apfelsorten durch überaus positive Eigenschaften. Einige weisen ein intensiv fruchtiges Aroma auf, andere lassen sich besonders gut lagern. Es lohnt sich daher, auf regionalen Märkten oder in Bauernläden nach alten Apfelsorten Ausschau zu halten. Mit etwas Glück findet man dort Sorten wie den Blutapfel mit seiner knallig roten Schale und dem rosa Fruchtfleisch oder die Schafsnase, die ihren Namen von der leicht gewellten Form der Früchte hat.

Apfelernte rund ums Jahr

Grob lassen sich die bei uns erhältlichen Apfelsorten in Sommer-, Herbst- und Winteräpfel unterteilen. Sommeräpfel wie der Klarapfel oder der Gravensteiner reifen in den Monaten Juli und August. Sie sollten möglichst bald nach der Ernte verzehrt werden, denn zum Lagern sind sie nicht geeignet. Herbstäpfel werden von September bis Anfang November geerntet, zu ihnen zählen beispielsweise die Renette, der Blutapfel oder der Cox Orange. Man kann diese Äpfel unmittelbar nach der Ernte essen oder weiterverarbeiten, die meisten Sorten lassen sich aber auch einige Wochen bis Monate lagern. Winteräpfel werden zwar ebenfalls im Herbst geerntet, sie entwickeln ihr Aroma und damit ihre Genussreife aber erst nach einigen Wochen. Zu ihnen gehören zum Beispiel der Elstar, der Idared und der Braeburn. Apfelsorten sind somit nur zu bestimmten Zeiten aus einheimischer Zucht am Markt erhältlich sind. Bei den Äpfeln aus dem Supermarkt, die man das ganze Jahr über kaufen kann, handelt es sich entweder um spezielle Züchtungen oder um importierte Ware.

Die beliebtesten Apfelsorten

Äpfel unterscheiden sich nicht nur äußerlich, sondern auch in ihrem Geschmack. Ob knallig grün oder leuchtend rot, ob mürb und süß oder knackig-säuerlich: Bei der großen Vielfalt an Apfelsorten findet garantiert jeder seinen persönlichen Favoriten - wenn nicht im Supermarkt, so doch zumindest bei Obstbauern, die weniger bekannte Sorten kultivieren. Am liebsten greifen die Deutschen bei Golden Delicious, Jonagold, Elstar, Gloster, Boskoop und Granny Smith zu.

Golden Delicious zeichnet sich durch ein süßes Aroma aus, sein Fruchtfleisch ist zunächst knackig, wird später aber weich und mürb. Beliebt ist die Sorte auch deswegen, weil sie sich gut lagern lässt und für nahezu jede Verwendung geeignet ist. Bei Jonagold und Elstar handelt es sich um Züchtungen, die aus dem Golden Delicious hervorgegangen sind. Der leuchtend rote Elstar weist ein besonders intensives Aroma auf, sein Zucker-Säure-Verhältnis wird als sehr ausgewogen empfunden. Auch der Jonagold besitzt ein süß-saures und sehr saftiges Fruchtfleisch, je nach Reifegrad präsentiert er sich grüngelblich oder mit leuchtend roten Bäckchen.

Bei Boskoop handelt es sich um eine niederländische Sorte. Viele schätzen sein herb-säuerliches Aroma, das sich angenehm von den gängigeren süßen Sorten abhebt. Er eignet sich durch sein festes Fruchtfleisch und den höheren Säureanteil auch sehr gut zum Backen und Verkochen. Fein säuerlich schmeckt auch der Granny Smith, der ursprünglich aus Australien stammt. Den leuchtend grünen Apfel krönten die Beatles zum Logo ihres Platten-Labels Apple Records.

Gesund leben, gesund genießen

In Großbritannien kennt man das Sprichwort: "An apple a day keeps the doctor away." - Zu Deutsch: Wer täglich eine Apfel isst, braucht keinen Arzt. Recht haben sie, die Engländer, denn mit über 30 Vitaminen und Spurenelementen sowie zahlreichen Mineralstoffen strotzt der Apfel nur so vor wertvollen Inhaltsstoffen. Besonders zu erwähnen sind auch die Flavonoide und Carotinoide: Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass diese Pflanzeninhaltsstoffe antioxidativ wirken und das Risiko für Darmkrebs senken können. Positiv auf die Gesundheit wirkt sich darüber hinaus das in den Äpfeln enthaltene Pektin aus. Pektin bindet Schadstoffe im Darm und kann sogar zu einer Senkung des Cholesterinspiegels beitragen.

Wer sich nicht nur gesund ernähren, sondern auch abnehmen will, tut gut daran, Äpfel auf seinen täglichen Speiseplan zu setzen. Denn 100 Gramm der Frucht schlagen mit gerade einmal 54 Kcal zu Buche. Die enthaltene Fruktose sättigt und spendet Energie, im Gegensatz zu zuckerhältigen Naschereien lassen Äpfel den Blutzuckerspiegel aber nur moderat ansteigen. Das liegt an dem ausgewogenen Verhältnis von Fruchtzucker und Ballaststoffen. Die Ballaststoffe quellen im Darm auf und sorgen dafür, dass der Fruchtzucker vom Körper nur langsam aufgenommen wird, daneben regulieren sie die Verdauung und können Schadstoffe binden. Äpfel sind daher für eine gesunde, ausgewogene Ernährung, die das Kalorienkonto nicht übermäßig belastet, sehr zu empfehlen.

Äpfel - jederzeit ein Genuss

Als täglicher Pausen-Snack ist der Apfel ein Klassiker. Man kann ihn darüber hinaus aber auf vielfältige Weise in die Ernährung integrieren. Bekannte Produkte aus Äpfeln sind etwa Apfelsaft, Mus und Gelee. Bei Apfelsaft empfehlen wir von BioNavigator die naturtrübe Variante zu kaufen. Der Grund: Im Gegensatz zu klarem Apfelsaft enthält dieser wesentlich mehr Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Wer jedoch abnehmen und daher nicht auf die sättigenden Ballaststoffe verzichten will, sollte lieber die ganze Frucht verzehren. Man kann Äpfel etwa morgens ins Müsli schnippeln oder mit ihnen einen leckeren Obstsalat zubereiten.

Auch für süß-saure Gerichte sind Äpfel bestens geeignet. Ihr feines, fruchtiges Aroma harmoniert besonders gut mit verschiedenen Käsesorten wie Ziegenkäse, Emmentaler oder Gouda. Wer die kalorienarme Variante bevorzugt, mischt etwa geraffelte Äpfel und Karotten mit Hüttenkäse - ein leichter und schmackhafter Snack für zwischendurch. Auch Salatrezepte lassen sich mit einer fruchtigen Zugabe wunderbar aufpeppen. Besonders schmackhaft ist etwa ein Rote Bete-Apfel-Salat oder ein Sellerie-Apfel-Salat mit Walnüssen.

Kalorienarm naschen

Vielen Menschen, die abnehmen wollen, fällt es schwer, auf süße Naschereien zu verzichten. Leider sind Schokolade, Kekse und Gummibärchen dem Erfolg auf der Waage wenig zuträglich. Wer gesund leben und dennoch hin und wieder naschen will, darf bei getrockneten Apfelringen getrost zugreifen. Man erhält sie in jedem Supermarkt, kann sie aber auch selbst zubereiten. Dazu benötigt man nicht zwingend ein Dörrgerät, auch im Backrohr bei niedrigster Temperatur lassen sich Äpfel trocknen, wobei es günstig ist, die Tür einen Spalt offen zu lassen. Die gesunde Knabberei versüßt jeden Fernsehabend, ist aber auch bei Kindern ein Hit - damit kein Zankapfel daraus wird, bereitet man am besten gleich eine größere Menge zu. Gut verschlossen und dunkel gelagert sind getrocknete Apfelringe mindestens einige Wochen haltbar.

Äpfel lassen sich somit auf jede erdenkliche Weise zubereiten und sorgen dafür, dass der Speiseplan nicht nur gesund, sondern auch schmackhaft und abwechslungsreich bleibt - jede Menge Gründe also, warum man ihn täglich genießen sollte.

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