Dienstag, 01 Dezember 2015 Heiße Maronen kab-vision

Heiße Maronen

Mancher Mensch in Süddeutschland wird mit heißen Maronen ganz von selbst Erinnerungen an die Weihnachtszeit oder an die Winterszeit bekommen, in der sich heiße Maronen traditionell großer Beliebtheit erfreuen. Doch sind diese Früchte nicht nur ein beliebtes Leckerli in der kalten Jahreszeit, sondern sie sind auch echte Helfer für Menschen, die eine Diät machen oder machen wollen. Was es im Einzelnen mit diesen gesunden und nahrhaften Köstlichkeiten auf sich hat, soll der folgende Artikel kurz beleuchten:

Herkunft und Historie

Die Maronen, welche auch Maroni oder Esskastanien genannt werden (denn sie sehen rein äußerlich den Kastanien sehr ähnlich), sind die Früchte des aus Kleinasien stammenden Esskastanienbaums und gehören zur Familie der Nüsse. Der Esskastanienbaum wächst nur in wärmeren Regionen, d.h. in Deutschland in solchen, wo üblicherweise Wein angebaut wird. Norddeutsche mögen ergo andere Kindheitserinnerungen zu Maronen haben, doch muss Ihnen das Vergnügen des Essgenusses dieser Früchte dank der Vorteile des Handels nicht versagt bleiben.

Schon immer galten nämlich die Maronen auch als Delikatesse, die man mit Wein, Äpfeln oder Quark genießen konnte. Karl der Große ließ in Klöstern viele Esskastanienbäume errichten. Bis vor dem Siegeszug der Kartoffel in Europa war die Marone in manchen Regionen wie zum Beispiel Norditalien eines der Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung. Auch heute noch wird sie dort zum Beispiel zur Schweinemast eingesetzt, was manchen italienischen Salamis einen besonderen Geschmack verleiht. Doch ist die Marone außerdem für eine ausgewogene Ernährung sowie bei Diäten ein großer Helfer, wie im Folgenden näher erläutert werden soll.

Helfer bei Diäten

Esskastanien sind nicht nur geschmacklich ein Genuss, sondern sie sind auch für alle, die sich gesund ernähren und/oder gesund abnehmen wollen eine hochwillkommene Ergänzung. So weisen sie im Vergleich zu anderen Nussarten signifikant weniger Kilokalorien auf, was sie für eine Diät attraktiv macht.
Zum Vergleich: In hundert Gramm Maronen sind ca. 200 Kilokalorien enthalten, während in derselben Menge Erdnüsse fast der doppelte und in Haselnüssen ein über dreifacher Wert an Kilokalorien erreicht werden. Auch alle anderen beliebten Nussarten wie Macadamias oder Mandeln oder Haselnüsse haben im Regelfalle dreimal so hohe kj-Werte vorzuweisen.
Dasselbe trifft auf den Fettanteil zu, welcher bei den Maroni unter zwei Prozent liegt und damit um ein vielfaches niedriger ist als bei den anderen genannten Nüssen. Auch hier lässt sich als Vergleich feststellen, dass zum Beispiel Erdnüsse einen Fettanteil von ca. 32% haben, Haselnüsse einen Fettanteil von 62% und Macadamias gar einen von 73%. Kein Wunder also, dass für Menschen, die gesund abnehmen wollen, diese Früchte eine sinnvolle Ergänzung auf dem Speiseplan sind, wie sich auch noch bei näherer Betrachtung der Inhaltsstoffe zeigen wird.

Gesunde Inhaltsstoffe

Gerade in Zeiten, in denen eine ausgewogene Ernährung angesichts genveränderter Lebensmittel etc. scheinbar schwierig ist, überzeugt die Marone als sinnvolle Ergänzung im Speiseplan (und eben nicht allein für Diäten bzw. eine kalorienarme Ernährung). Diese Früchte haben auch hervorragende, d.h. für Menschen wichtige Inhaltsstoffe zu bieten. In Maronen finden sich qualitativ exzellente Eiweißstoffe sowie eine große Menge an Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. So enthalten Maroni u.a. Magnesium, Kupfer, Mangan, Kalium, Phosphor, Schwefel, Eisen, Calcium, die Vitamine C, E sowie sämtliche B-Vitamine und das Provitamin A-Betacarotin. Dank dieser wertvollen Inhaltsstoffe können diese Früchte durchaus als vollwertige und zudem hochqualitative Nahrungsmittel angesehen werden. Die Wirkungen dieser Inhaltsstoffe sind wissenschaftlich belegt.

Wirkungen des Maronenverzehrs

Die Esskastanien bzw. deren Bestandteile haben viele gesundheitsfördernde Wirkungen aufzuweisen. Ihr hoher Anteil an Vitaminen und Phosphor macht sie zur „Nervennahrung“, d.h. dass diese Wirkstoffe erwiesenermaßen die Nerven stärken, was besonders bei längerer geistiger, intensiver Arbeit wichtig ist. Schüler und Studenten sollten daher vor der Einnahme von Koffeintabletten über den Verzehr von Maronen nachdenken (gerade vor Prüfungen). Desweiteren können die basischen Mikronährstoffe in ihnen helfen, einen Säureüberschuss im Körper (wie er nach Fleischverzehr vorkommen kann) schneller abzubauen. Nicht nur Fleischliebhaber, sondern auch unter Rheuma leidende Menschen bedienen sich daher gerne der Esskastanien.
Auch bei Magenbeschwerden und Einschlafschwierigkeiten sind Maronen eine Hilfe: Die Aminosäure Tryptophan fördert die Entspannung und erhöht die Einschlafbereitschaft. Den Magenbeschwerden kann die Frucht beruhigend entgegenwirken, da Maronen einmal Aufstoßen fördern können sowie ein Völlegefühl im Magen erzeugen. Außerdem befindet sich in den Maroni das Bioflavonoid Rutin, welches als Blutverdünner Krampfadern und anderen Venenproblemen vorbeugen helfen kann. Schlussendlich sind Esskastanien wegen ihrer aufbauenden Wirkung auch bei Blutarmut anzuraten, weshalb sie nach Operationen, Entbindungen oder einfach nach stressigen Tagen helfen können, da sie die Erholung des Organismus beschleunigen.
Kurz gesagt: Für Menschen, die gesund leben möchten, sind die Esskastanien ein besonders zu empfehlendes Nahrungsmittel. Da wir uns auf unserem Blog Bio-Navigator der Aufgabe verschrieben haben, Menschen für eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu sensibilisieren, war es uns besonders wichtig, diese unscheinbar wirkenden Wundernahrungsmittel Ihnen vorzustellen. Ein paar kurze Worte zur Zubereitung von Esskastanien sollen den Artikel beschließen.

Zur Zubereitung

Menschen, die gerne auf den Weihnachtsmarkt gehen, kennen die Angebote von heißen Maronen in Tüten, die man dort genießen kann. Dies ist vorweg auch der wichtigste Hinweis im Zusammenhang mit der Zubereitung von Maroni: Sie sollten heiß zubereitet bzw. genossen werden, denn so können die Inhaltsstoffe (Stärke etc.) am besten vom Körper aufgenommen bzw. die Früchte am besten verdaut werden. Die Schale muss natürlich in jedem Fall entfernt werden. Gleichzeitig bietet die Schale die Möglichkeit, die Maronen sehr einfach, zum Beispiel auf einer heißen Herdplatte, zu erhitzen, wo sie nach schon zehn Minuten gar sind und nach Entfernen der Schale (welche man vor dem Erhitzen eingeritzt haben sollte) genossen werden können (einfach so oder auch zusätzlich verfeinert mit Salz oder Butter). Allgemein sollten die Esskastanien möglichst frisch genossen werden, da sie schnell keimen und somit nicht lange haltbar sind. Eine glänzende Oberfläche ist das sicherste Zeichen für frische Maronen, während eine matte Oberfläche für die Austrocknung bezeichnend ist.
Maronen können außerdem in der Suppe zubereitet werden und sind allgemein beliebt als Füllung für die Weihnachtsgans oder –ente. Es gibt auch Feinschmecker, welche aus Esskastanien Mehl machen und aus diesem Brot oder einen Kuchen zubereiten – der Fantasie sind also hier wenig Grenzen gesetzt.

Schlussendlich gilt es noch einmal zu betonen, dass diese zu Unrecht eher unbekannten Früchte sowohl für Menschen, die gesund abnehmen wollen, als auch für solche, die schlicht gesund leben oder sich gesund ernähren wollen, quasi unverzichtbar sind. Ihre vielfältigen Inhaltsstoffe, der vergleichsweise geringe Anteil an Kalorien und der interessante Geschmack machen so die Maronen zu einer wertvollen Ergänzung im Speiseplan, die man aus gesundheitlichen wie kulinarischen Gründen immer mehr schätzen lernen kann.

BIONAVIGATOR

Durch die stetige Erweiterung unseres Services, bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit das persönliche Ziel unter optimalen Voraussetzungen zu erreichen!