Donnerstag, 31 März 2016 Kakao – das geheimnisvolle Getränk

Kakao – das geheimnisvolle Getränk

Wer einmal eine Tasse echten Kakao genossen hat, will ihn meistens nicht mehr missen. Die meisten Menschen kennen ihn in Verbindung mit Milch und Zucker. Als heimlicher Dickmacher verschrien wissen nur die wenigstens wie gesund die Bohnen wirklich sind. Das Powergetränk enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe, welche sogar – wer hätte das geglaubt – beim Abnehmen helfen.
Durchaus könnte man Kakao als braunes Gold bezeichnen. Bei den Azteken war das bittere braune Pulver aus Kakaobohnen immerhin als Zahlungsmittel mindestens so gern gesehen wie Gold. Allerdings haben sie die Kakaoherstellung ebenso wenig erfunden wie die Maya, denen das heute fälschlicherweise zugesprochen wird. Denn die Olmeken, welche bereits tausend Jahre früher in Mexiko lebten, haben schon Kakaobäume als Heilmittel kultiviert.

Kakao – der göttliche Trank der Götter

Aber wahr ist, dass die Azteken und Maya aus den Bohnen ein Getränk brauten und daraus die erste „xocolate“ zauberten: Eine sämige und heiße Flüssigkeit aus zerriebenen Kakaobohnen und Wasser, gewürzt mit Chili, Cayennepfeffer oder Vanille. Außerdem schätzten sie die heilende Wirkung und daher galten Kakaobäume als heilige Pflanze bei den Indios. Sie diente als Opfergabe für Könige und Götter und der Herrscher soll sie täglich getrunken haben.
Nach Spanien kam der Kakao dann durch den spanischen Eroberer Cortez, der an den spanischen Königshof schrieb: Der göttliche Trank bekämpfe die Müdigkeit und verleihe Kraft. Nach einer Schale des wertvollen Getränks sei es einem Mann möglich ohne Verpflegung einen ganzen Tag zu marschieren. Dann zerstörte er das Aztekenreich und nahm den Kakao mit.

Kakao – ein wahrer Gesundheitsallrounder

Der Siegeszug des Kakaos in Europa begann erst, als die Spanier das Pulver in Milch auflösten und mit Honig oder Zucker süßten. Bis zum 19.Jahrhundert war er ausschließlich in Apotheken und nur für Wohlabende zu medizinischen Zwecken zu bekommen. Aber wer liest, dass Kakaopulver nicht gerade kalorienarm ist, kann sich nicht vorstellen, dass man damit gesund abnehmen kann. Auch Menschen, welche sich ansonsten gesund ernähren, dürfen sich täglich einen Kakao gönnen und können trotzdem gesund leben.
Immerhin enthält er reichlich Ballaststoffe und ist reich an Mineralien wie Kalium, Eisen und Magnesium und vor allem Flavonole. Daneben stecken in reinem Kakaopulver wertvolle Antioxidantien, welche Krankheiten verhindern, Blutgefäße erweitern und den Cholesterinspiegel senken. Sie schützen die Körperzellen vor Alterserscheinungen wie Demenz und bekämpfen freie Radikale, die bestimmte Krebsarten hervorrufen. So kann das heiße Getränk nachweislich Arterienverkalkung und somit Schlaganfälle und Herzinfarkte vorbeugen.
Also ist Kakao trinken ein Genuss, der maßgeblich zur Gesundheit beitragen kann. Ebenso wirkt sich gutes Pulver auch positiv auf den Insulinspiegel aus, was wiederum Übergewichtigen und Diabetikern zugutekommt.

Mit Kakaobohnen gesund abnehmen

Wer denkt, dass ein leckeres Heißgetränk aus dem braunen Pulver dick macht, wird eines Besseren belehrt. Die vielen Ballaststoffe in dem Getränk bewirken, dass man sich länger satt fühlt und zügeln gleichzeitig den Appetit. Gleichzeitig wird der Stoffwechsel und die Verdauung angekurbelt, was sich positiv auf die Darmflora und Gewichtsabnahme auswirkt. Deswegen können die Bohnen für Diabetiker von Vorteil sein und die Krankheit im besten Fall vorbeugen.
Wer regelmäßig einen Powerdrink aus reinen Kakaobohnen genießt, verhindert starke Blutzuckerschwankungen und der Heißhunger auf Süßes bleibt aus. Zudem ist in dem dunklem Pulver jede Menge Chrom, welches äußerst wirksam gegen Fettleibigkeit ist. Wer sich also gesund ernähren möchte, dem steht der Kakao nicht im Wege. Nicht umsonst werden Kakaobohnen als Superfood bezeichnet und hätte eigentlich den Titel „Gesundes Lebensmittel“ mehr als verdient.

Mit Kakao gesund leben

Nun, ob Kakao wirklich glücklich macht, ist umstritten. Aber feststeht, dass in ihm sogenannte Neurotransmitter enthalten sind. Serotonin fördern das Wohlbefinden und hilft depressive Symptome zu mindern. Den Drang „Berge zu versetzen“ und lange Wege zu gehen, lösen Endorphine aus.
Der Botenstoff Phenylethylamin sorgt für eine höhere Konzentration und einen wachen Geist, ohne zu ermüden. Durch das Anandamid stellen sich Ausgeglichenheit und Entspannung ein, wodurch sich eine Diät viel leichter durchhalten lässt. Nicht zuletzt schützt die chemische Substanz Theobromin vor Erkältungen und lindert vor den lästigen Husten. In der Behandlung von chronischer Bronchitis wirkt er sogar besser als das Medikament Codein.

Wie aus den braunen Bohnen Kakaopulver wird

Doch bis das braune Pulver in unseren Tassen dampft, ist es ein weiter Weg. Alles beginnt mit den Kakaofrüchten, welche an Bäumen direkt am Stamm und den großen Ästen wachsen. Aber nicht in Europa, sondern in den tropischen Regenwäldern wie beispielsweise in Afrika oder Südamerika. Je nach Sorte sind die Früchte des Kakaobaumes violett, orange oder gelb und sehen aus wie große Rugbybälle.
Wenn diese reif sind, werden sie mit Messern von den Bäumen abgeschlagen. Die Kakaobohnen befinden sich im Innern der Früchte und sind von einer glibberigen Masse, der sogenannten „Fruchtpulpe“ umgeben. Hier werden sie von Hand herausgelöst und abgedeckt in Kästen gelagert. Nun beginnt der Prozess der sogenannten Fermentation.
Der Zucker beginnt zu gären und innerhalb der Kakaobohnen laufen Umwandlungen ab, welche den guten Geschmack erzeugen. Damit die Bohnen danach nicht schimmeln, werden sie in der Sonne getrocknet und in andere Länder geschickt. Hier mahlt man die Bohnen zur Kakaomasse und später zur Kakaobutter, bis ein harter Presskuchen entsteht. Aus diesem wird schließlich das Kakaopulver gemahlen, welches dann pur und ohne Zucker in die Verpackung kommt.

Kein Kakao gleicht dem anderen

Über die Jahrhunderte sind durch Kreuzungen der verschiedenen Kakaobäume viele neue Sorten entstanden. Dabei spielt beim Geschmack – ähnlich wie beim Wein – das Anbaugebiet, das Wetter und der Boden eine große Rolle. Jedoch kann man die Kakaobohnen grob in drei Sorten unterteilen. Allerdings gibt es große Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Kakaosorten.
Der Urvater aller Kakaosorten ist der Forastero, der seinen Ursprung in den Urwäldern des Amazonasgebiets hat. Typisch für ihn ist sein kräftiger intensiver Kakaogeschmack. Aber er ist kaum aromatisch und kann teilweise etwas säuerlich oder bitter schmecken. Vor allem werden Forasterobohnen zum Konsumkakao gezählt, da seine Erträge rund des weltweiten Anbaus ausmachen.
Trinitario stammt von den Plantagen in Trinidad und eine Kreuzung aus Forastero und dem hochwertigen Criollo. Seine Bohnen haben einen kräftigen Geschmack und ein ausdrucksstarkes Aroma mit einer leichten Säure. Somit kombinieren Trinitariobohnen die angenehmen geschmacklichen Eigenschaften eines Edelkakaos mit denen der Konsumbohnen. Selbstverständlich macht dies auch in einem höheren Preis bemerkbar.
Der Criollo aus Venezuela ist wohl der Feinste unter den Edelsorten und gilt als bester Kakao in der Welt. Sein ausgeprägtes Aroma mit nussigen und blumigen Nebenaromen und sein milder Geschmack sind schon etwas ganz Besonderes. Heute ist der empfindliche Criollokakao am seltensten und deswegen auch der teuerste. Er ist der wahre Kakao und eine daraus gemachte Trinkschokolade ein Luxusgetränk.

Kakao – in jeder Form ein Genuss

Echter Kakao ist den meisten Bioläden und Supermärkten erhältlich, daneben werden Kakaonibs, ganze Bohnen und dunkles Pulver angeboten. Allerdings sollte darauf geachtet werden, ein rohes Kakaoprodukt zu erwerben. Nur reiner dunkler Kakao besitzt die Fülle an wertvollen Nährstoffen. Erhitzte oder geröstete Kakaosorten verlieren ihre Antioxidantien und sind weniger gesundheitsfördernd.
Ganze Kakaobohnen gibt es ungeschält oder geschält und können pur wie Zartbitterschokolade gegessen werden, sie schmecken auch so. Einfach eine Bohne in den Mund nehmen und sie etwa 30 Minuten lutschen. So können die Nährstoffe besser in den Blutkreislauf aufgenommen werden. Nach der halben Stunde die Bohne zerkauen und hinunterschlucken – als Zwischenmahlzeit erleichtert sie die Wartezeit zur Hauptmahlzeit.
Kakaonibs sind nichts weiter als zerkleinerte Bohnenstückchen. Sie verleihen Schokoladencremes eine aromatische Note und sind in selbstgemachten Pralinen oder in Naturjoghurt sehr beliebt. Beigemischt im morgendlichen Müsli oder selbst gemachten Studentenfutter liefern Kakaonibs die benötigte Energie für den Tag. Wer die Bohnenstückchen mit Agarvensaft oder Honig vermischt und zwei Stunden einfriert, hat eine leckere Erfrischung für heiße Sommertage.

Kakao muss nicht dick machen

Gerade im Winter überfällt einem die Lust auf eine süße mit Milch gekochte heiße Schokolade. Zwar macht das den guten Geschmack aus, aber für ein gesundes Abnehmen eher kontraproduktiv. Denn fette Milch blockieren teilweise die gesunden Wirkstoffe in den Kakaobohnen. Ebenso sollte man Kakaobohnen oder Kakaonibs in der Kaffeemühle zu Pulver mahlen und dies in die erhitzte Flüssigkeit einrühren.
Wer dennoch auf Milch nicht verzichten möchte, sollte zu Pflanzenmilch aus Soja, Mandeln oder Reis greifen. Kokosmilch ist für einen extra Geschmackskick empfehlenswert. Diese zaubert nicht nur ein cremiges Aroma, sondern bringt Dank ihres hohen Anteils an Fettsäuren den Stoffwechsel zusätzlich auf Touren. Natürlich muss ein warmer Kakao süß sein, sonst wäre er nicht das beliebte Wintergetränk.
Doch sollte man natürliche Süßmacher wie Biohonig oder besser noch Süßstoff verwenden, statt Rohrzucker oder raffiniertem. Gerade normaler Haushaltszucker zerstört viele Antioxidantien und viele wertvolle Gesundheitsstoffe gehen verloren. Eine gute Alternative zum gesüßten Kakaogetränk ist der Gewürzkakao der Indios: Kakaopulver in heißes Wasser einrühren, mit Vanille, Cayennepfeffer oder Chili würzen – fertig ist der leckere Gesundheitsdrink.

Kakao – jederzeit ein kalorienarm genießen

Oft ist es einfacher ein gesundes Lebensmittel in den täglichen Ernährungsplan einzuplanen, als man denkt. Und warum nicht einmal ein kräftiges Gulasch mit einer würzigen exotischen Kakaonote für die Geschmacksexplosion versehen? Dazu kommen 200 Gramm Möhren, 300 Gramm Kartoffeln und eine große Zwiebel. Alles wird zusammen mit dem Fleisch angebraten und dann im Topf geschmort.
Jetzt ein 1 bis 2 Löffel Worcestersoße, einen Esslöffel Tomatenmark und 400 ml passierte Tomaten und Oregano dazugeben. Mit Cayennepfeffer, Kreuzkümmel und Salz wird abgeschmeckt und danach alles mit 2 Esslöffel Kakaopulver 40 Minuten gar köcheln lassen. Das Rezepteplus macht Gesundheit zu einem Abenteuerspielplatz. Denn nährstoffreicher und gesunder Kakao schenkt das Plus an Energie und Freude beim Abnehmen.
Schließlich will man nicht nur gesund abnehmen und sich gesund ernähren, sondern auch gesund leben. Kakao ist nämlich der Stoff, aus dem viele Leckereien möglich sind und dennoch schlank zu bleiben. Übrigens: Kakaobaum heißt botanisch Theobroma, was so viel heißt wie Götterspeise. Und dem gibt es eigentlich nichts weiter hinzufügen.

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