Mittwoch, 25 Mai 2016 Erdmandeln - ideal zum gesunden Abnehmen © emuck - Fotolia.de

Erdmandeln - ideal zum gesunden Abnehmen

Viele Menschen möchten sich gesund ernähren, auch wenn es manchmal schwerfällt. Wer Übergewicht hat, sollte stark umworbene Crash-Kuren oder einseitige Formula-Diäten meiden und lieber gesund abnehmen. Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung. Diese liefert dem Organismus alle benötigten Vitalstoffe - also in der Hauptsache Vitamine, Mineralstoffe, Proteine und Spurenelemente - und stellt sie ihm in der bestmöglichen Form zur Verfügung. Außerdem sind für einen übergewichtigen Menschen Ballaststoffe wichtig. Mit der Erdmandel - auch als Chufas oder Tigernuss bekannt - kann man sowohl seine Ernährung gesund gestalten, als auch beim gesunden Abnehmen bessere Erfolge erzielen. Der Ballaststoffgehalt einer Erdmandel oder Chufas ist etwa dreimal so hoch wie der des Vollkornbrots. Das erklärt auch, warum die gleiche Menge Chufas länger sättigen kann. Gekocht wird bei einer gesunden Diät bevorzugt mit frischen Zutaten.

Was ist überhaupt eine Erdmandel?

Der Begriff klingt etwas rätselhaft, weil echte Mandeln bekanntlich nicht in der Erde wachsen. Sie wachsen an Sträuchern und Bäumen. Doch die Erdmandel (Cyperus esculentus) ist eigentlich gar eine echte Mandel. Es geht hier vielmehr um eine essbare Knolle am Ende des Zyperngrases. Sie hat etwa die Größe einer Eichel und ist durch ihren nussartigen Geschmack bekannt. Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist die Erdmandel sehr interessant - vor allem, weil sie durch vielseitige Verwendungsmöglichkeiten, viele Ballaststoffe und einen hohen Nährstoffgehalt auffällt. Man kann Erdmandeln nach dem Einweichen gekocht als Gemüse zubereiten. Außerdem kann man sie in gerösteter und gesalzener Form als gesunden Snack knabbern. Man kann sie in Form von Chips auf Müslis streuen, zu einer Pflanzenmilch verarbeiten oder ein ballaststoffhaltiges Mehl daraus herstellen.

Die Erdmandel war schon den alten Ägyptern bekannt. Sie bauten sie sogar gezielt an. Die kleine Knolle hat maximal 40% Kohlenhydrate in Form von Stärke vorzuweisen. Dazu enthält sie etwa 10% Zucker und bis zu 12% Ballaststoffe. Außerdem hat sie einen hohen Fettanteil von etwa einem Viertel ihres Eigengewichts. An Mineralstoffen bietet die Chufas einen nennenswerten Gehalt an Magnesium, Kalzium, Phosphor und Natrium. Dafür fallen der Proteingehalt und der Gehalt an Spurenelementen wie Zink oder Eisen bei der Erdmandel relativ niedrig aus. Man kann aus den Erdmandelknollen ein bekömmliches Öl herstellen. Dieses kommt dem Olivenöl in der Zusammensetzung der Fettsäuren nahe. Es ist aber geschmacksneutraler. Im Handel - vor allem in den Reformhäusern - kann man meistens das ballaststoffreiche Erdmandelmehl oder Erdmandelflocken kaufen. Glutenallergiker können dieses Mehl bedenkenlos verwenden. Wer gesund leben und gesund abnehmen möchte, sollte die Erdmandel in seine Ernährung integrieren.

Die Herkunft der Erdmandel

Da bereits die alten Ägypter die Erdmandel kultiviert haben, wird dies als starker Hinweis darauf gewertet, dass die Erdmandel samt dem dazu gehörigen Zyperngras aus Afrika stammt. Die Araber brachten die Erdmandel etwa im 8. Jahrhundert mit nach Spanien. Heutzutage stammt die Tigernuss daher eher aus den klimatisch geeigneten Ländern des Mittelmeerraums. Vor allem in der Gegend rund um Valencia betreibt man den Erdmandelanbau heute in größerem Stil. Der Grund: Auch Gourmetköche haben die Erdmandel mittlerweile für sich entdeckt. Außerdem wird die Chufas in Brasilien abgebaut. Die ideale Bedingung für den Anbau dieser Pflanze ist hohe Luftfeuchtigkeit gepaart mit milden Temperaturen im Bereich zwischen 13 und 25 Gad Celsius. Wo immer diese Bedingungen vorherrschen, kann man die Chufas anbauen.

Die vielseitige Verwendung der Erdmandel

Je nach Reifegrad nimmt die Erdmandel einen süßlichen Geschmack ähnlich der Mandel an oder hat ein etwas herberes kokosähnliches Aroma. Angesichts der vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten der Chufas ist die Beliebtheit in den Küchen dieser Welt stetig gewachsen. Die Erdmandel eignet sich als gerösteter und gesalzener Snack. Dieser hat einen höheren Nährwert als alle anderen Salzgebäcke. Man kann das relativ geschmacksneutrale, bestenfalls leicht nussige Speiseöl wie Olivenöl einsetzen. Auch das Mehl der Chufas kann dazu benutzt werden, um Gebäck und Mehlspeisen um Ballaststoffe und mehr Nährstoffdichte aufzuwerten. Die steigende Beliebtheit der Chufas ist vor allem ihrem angenehmen Geschmack zuzuschreiben. Doch der ernährungsphysiologische Mehrwert addiert sich dazu. Die enthaltenen Vitamine C und E, das Biotin und das Rutin, viele Spurenelemente und Mineralstoffe sind für den Organismus wertvoll. Kalorisch schlagen 100 Gramm Erdmandeln mit 386 kcal oder 2,6 BE zu Buche.

Wer im Rahmen seiner Diät seine Verdauungstätigkeit optimieren möchte, sollte vor allem die Erdmandelmilch einsetzen. Man mixt zwei Esslöffel Erdmandelmehl mit 200 Milliliter Wasser. Das ergibt ein ballaststoffreiches Getränk, das - ähnlich der Reismilch - leicht süß schmeckt. Bei Bedarf süßt man noch etwas nach, möglichst mit einem kalorienfreien Süßungsmittel. Die Erdmandelmilch sättigt einen eine ganze Zeit. Erdmandelflocken im Müsli sind wegen des hohen Faseranteils ebenfalls empfehlenswert. Prinzipiell kann man die kleinen Erdmandelknollen jedem Essen beigeben. Zu beachten ist jedoch, dass die Chufas-Nüsse zu Konservierungszwecken luftgetrocknet werden. Sie benötigen daher immer eine Einweichzeit von 24 Stunden, bevor sie als Gemüse zubereitet werden können. Für unterwegs kann man essfertige Erdmandelchips kaufen. Diese werden aus den größeren Erdmandeln hergestellt, sind aber im Handel eher selten zu entdecken. Man sollte bei einer Diät und auch sonst vorsichtig mit den Mengen der verzehrten Chufas umgehen. Zuviel des Guten kann nämlich zu Verstopfung führen. Eine bunte Gemüsepfanne kann mit aufgestreuten Erdmandelchips aromatischer gestaltet werden. Sie wird aber auch faserreicher und sättigender. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn man gesund leben und zugleich Gewicht reduzieren möchte. Mit frischer Kost geht das zwar langsamer, aber dafür ist der Gewichtsverlust nachhaltiger.

Gesundheitsbewusste Menschen bereiten grundsätzlich alle Mahlzeiten aus frischen Zutaten zu. Sie verzichten bewusst auf sogenannte Formula-Diäten. Kluge Menschen erwarten keinen rasanten Gewichtsverlust binnen kurzer Zeit. Immetrhin hat man sein Gewicht über lange Zeit erhöht. Stattdessen setzen gesundheitsbewusste Übergewichtige auf eine Umerziehung des Organismus mit langfristiger Wirkung. Die dazu notwendige ernährungsumstellung unterbindet auch den gefürchteten Jojo-Effekt. Statt sich einen Pudding oder ein fettes Sahneeis zu gönnen, wäre die schlankere Süßspeise eine mit Süßstoff gesüßte Quarkspeise mit frischen Früchten und aufgestreuten Erdmandelchips. Letztere werden vorher geröstet. Bei Ihren Schoko-Brownies können Sie die Hälfte des im Rezept vorgesehenen Mehls mit Chufas-Mehl ersetzen. Sie erhöhen damit den Anteil an Faserstoffen beträchtlich. Das gilt auch für Glutenallergiker. Der Darm wird durch die Erdmandeln mit mehr Ballaststoffen gefüllt. Der Stuhl wird dadurch voluminöser. Das reinigt die Darmwände und regt die Peristaltik des Darms an. Außerdem kommen auch die anderen Inhaltsstoffe der Erdmandel dem Organismus zugute. Vor allem die sekundären Pflanzenstoffe - die in der Erdmandel enthaltenen Enzyme und Flavonoide, die Phytohormone, das Biotin und das Rutin - sind für den Organismus wertvolle Substanzen. Zudem sind Erdmandeln gute Nervennahrung und leicht verdauliche Energiespender. Sie sind geeignet für Diabetiker, Übergewichtige, laktoseintolerante Menschen und Glutenallergiker.

Bietet die Erdmandel Vorteile?

Die Erdmandel hat viele Vorteile für Glutenallergiker, da sie aromatischer und ballaststoffhaltiger ist als die anderen glutenfreien Mehlsorten. Wer sich als Betroffener gesund ernähren möchte, muss besonders auf eine ausreichende Zufuhr an Ballaststoffen und eine ausreichende Vitalstoffversorgung - vor allem mit Eisen - achten. Der Ballaststoffanteil der Erdmandel ist beachtlich. Den Mehlsorten, die ein Glutenallergiker zu sich nehmen kann, mangelt es daran. Doch auch Menschen mit Verdauungsproblemen oder übergewichtige Menschen, die abnehmen möchten, profitieren vom hohen Ballaststoff- und Faseranteil der Erdmandel. Vorteile bieten sich auch für Mandel- und Nussallergiker oder Menschen, die an Kreuzallergien leiden. Auch bei Histamin-Intoleranz kann jeder die Erdmandel bedenkenlos verzehren. Die Erdmandel kann zu einem milchartigen Getränk verarbeitet werden. Dieses hat eine leichte Süße, aber es enthält keinen Zucker. Besonders interessant ist, dass die Chufas sogar als Blutzuckersenker bekannt ist.

Wer gesund leben möchte, sollte auf seinen Blutfett- und Blutzuckerspiegel achten. Die Erdmandel spendet durch den hohen Proteingehalt Energie, ohne den Organismus zu belasten. Sie ist proteinhaltig und enthält zugleich gesunde Fette. Außerdem ist sie basisch. Eines der am weitesten verbreiteten Zivilisationsprobleme ist eine chronische Übersäuerung durch die hohe Zufuhr säurebildender Nahrungsmittel. Diese sind meistens hochgradig verarbeitet, übersalzen und stark gezuckert. Sie enthalten viele wertlose Zutaten, die der Organismus nicht brauchen kann. Der Organismus muss die nicht benötigten Zutaten erst von den enthaltenen Nährstoffen isolieren, bevor er diese verwenden kann. Derweil geht ein Teil davon bereits verloren oder wird ungenutzt ausgeschieden. Außerdem ist der Gehalt an Nährstoffen bei vielen industriell verarbeiteten Lebensmitteln erschreckend niedrig. Daher füllen die Hersteller diese Nahrungsmittel zunehmend mit synthetischen Vitaminen auf, um sie aufzuwerten. Als Beispiele für wertlose Zutaten seien Verdickungsmittel, Emulgatoren, Aromen und Geschmacksverstärker genannt.

Wer sich als übergewichtiger Mensch gesund ernähren möchte, sollte vorwiegend frische Zutaten wählen statt verarbeitete. Wer vorwiegend auf industriell Verarbeitetes, Colagetränke, süße Snacks, Imbisskost, Fast Food und Kantinenessen setzt, kann nicht gesund abnehmen. Mit der Erdmandel steht Übergewichtigen ein gesundes Lebensmittel zur Verfügung. Dieses dämpft den Appetit und hinterlässt ein gutes Sättigungsgefühl. Bei Hunger auf etwas Süßes kann man einfach zwei Esslöffel Chufas-Mehl in eine Fruchtjoghurt rühren und ist lange satt.

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